René Kollo: „Was heißt schon schweres Fach?“
Tenorkarrieren 70: Wenn wir unsere Porträtserie in diesem Heft mit Berichten über zwei Tenöre fortsetzen, die erst am Beginn ihrer Laufbahn stehen, so nicht allein, um über „neue Namen“ der deutschen Bühnen- und Schallplattenszene zu informieren. Hochkarätige Tenorstimmen sind seit je umworbene Mangelware gewesen. Die Biographien dieser beiden 30jährigen weisen nebenbei noch exemplarisch auf die starken Spannungen zwischen zu frühen oder falschen Karriere-Angeboten und unforcierbarem inneren Reifestand hin, mit denen gerade die „großen Hoffnungen“ unter ihnen im Jet- und TV-Zeitalter fertig zu werden haben.