Mit Skrjabin durch die Nacht
Der Pianist Mario Häring nimmt die Hörer auf seiner neuen CD „Extase“ mit auf ein Wochenende in den Berliner Techno-Clubs – mit genuiner Klassik

Ich habe mir ein Programm vorgestellt, das musikalisch quasi durch ein Berliner Techno-Wochenende führt.“ So beginnt der Pressetext zum neuen Album des Pianisten Mario Häring. Das daneben abgedruckte CD-Cover zeigt eine grün-beblümte Gesichtsmaske vor einer nachtblauen Großstadtsilhouette. Dann las ich, auf dem Album höre man Debussy vor Liszts Mephisto-Walzer Nr. 1, eine „Techno Parade“ von Guillaume Conesson sowie Skrjabin, Cage und Rachmaninow, bevor es mit „Isoldens Liebestod“ in Liszts Klavierfassung endet. Kein typisches Techno-Programm. Das machte mich dann doch neugierig.
Wenig später hörte ich mir die CD an – und fand sie musikalisch so überzeugend, dass ich mehr erfahren wollte. So traf ich mich, dem Thema angemessen, eines Abends in Friedrichshain auf ein Bier oder zwei mit Mario Häring – der sich als ein sehr netter, unprätentiöser und eloquenter Gesprächspartner entpuppte. Geboren in Hannover, wuchs der heutige Mittdreißiger in Berlin auf, ging sogar in Friedrichshain zur Schule und wohnt seit dem Studium – bei Karl-Heinz Kaemmerling und Lars Vogt – wieder in Hannover, wo er an der Hochschule unterrichtet. Ein passionierter Clubgänger, stellte sich heraus, ist Mario Häring nicht, und das war auch gar nicht der Ausgangspunkt des Projekts.
Das Album ist ein ekstatischer, virtuoser Rausch, beinhaltet aber auch emotional ruhige Stücke
„Der Arbeitstitel war eigentlich Erotik“, erzählt er. „Basierend auf der Klaviersonate ‚Poeme de l’extase‘ von Skrjabin, da geht’s ja ziemlich zur Sache. Ich habe geguckt, was es für Stücke gibt: Lieder, Opern und einen Satz von Grieg hab ich gefunden, der Erotik heißt, aber leider nicht besonders erotisch klingt. Ich hab das Thema dann erweitert in Richtung Ekstase. Weil in der Coronazeit jeder für sich allein war und sich gesehnt hat, fand ich es schön, sich damit wenigstens musikalisch auseinanderzusetzen. Und bei der Überlegung, wie ich die Stücke sortieren könnte, kam mir die Idee einer Reise durch ein Wochenende.“
Am Freitagabend geht es los mit der Ankunft auf Debussys „Insel der Freude“, nach der „Techno Parade“ auf der Tanzfläche knistert es dann bei Skrjabins fünfter Sonate mitten in der Nacht schon sehr. Es folgen ein intimer Samstagmorgen mit den (textlich höchst erotischen) „Chansons de Bilitis“ und eine Samstagnacht, die mit Cages „Bacchanale“ transzendental und wild wird, ehe man, reichlich erschöpft, mit dem Andante aus Rachmaninows Cellosonate aufwacht. Wie „Isoldens Liebestod“ als Abschluss interpretiert werden soll, bleibt dem Hörer überlassen.
Das Album ist also nicht nur ein ekstatischer, virtuoser Rausch, sondern beinhaltet auch emotional intensive ruhige Stücke – „diese Grundbalance zu finden, war mir wichtig und gar nicht so einfach“, sagt Mario Häring. Und deshalb ist das Album auch von den Besetzungen her eine bunte Mischung, finden sich neben Soloklavierstücken eben auch Lieder, ein Trio und ein Satz aus einer Cellosonate: Solch ein Wochenende verbringt man nicht allein!
Aber muss man inzwischen Konzeptalben machen, um vom Markt wahrgenommen zu werden? „Muss man nicht“, meint Mario Häring. „Meine letzte CD war ein Debussy-Album. Jeder Künstler hat das Potenzial, etwas Besonderes aus einem Werk herauszuholen. Und wenn man sich auskennt, ist es immer interessant, neue Lesarten kennenzulernen. Aber solch ein Programm zu erstellen, das es noch nie gegeben hat, ist schön. Und für den Markt und die Medien ist das Besondere vielleicht doch ein Anreiz.“ Da hat er recht, ich bin das beste Beispiel.
„Extase“ ist bereits Härings dritte CD unter eigenem Namen, und selbst er als Digital Native findet es „immer noch schön, etwas in der Hand zu haben. Mit der Cover-Gestaltung und dem Booklet zusammen ist es eine Art Gesamtkunstwerk.“ Das Cover-Bild stammt von einem alten Schulfreund, der es extra für die CD gemacht hat. Der Booklet-Text gibt keine musikwissenschaftlichen Einführungen in die Werke, sondern erzählt die Geschichte des Wochenendes. Und die japanischen Schriftzeichen auf dem Cover waren die Idee der Gestalterin, die ein Faible für Japan hat. Sie passen aber auch gut zu Mario Häring, dessen Mutter Japanerin ist. Als Kind war er alle zwei Jahre bei den Großeltern in Japan zu Besuch, seit 20 Jahren reist er so gut wie jedes Jahr ein-, zweimal für Konzerte dorthin. „Das ist schon ein Stück Heimat und Teil meiner Identität.“
Mindestens ebenso wichtig für seinen Lebensweg war aber die Tatsache, dass beide Eltern Profigeiger sind. Zum dritten Geburtstag bekam er eine Geige, die er wohl schon am selben Tag fallen ließ, woraufhin die Eltern meinten, es sei vielleicht doch noch ein bisschen früh. Mit vier bekam er den ersten Unterricht. Er hatte Erfolge, auch bei Jugend musiziert. „Aber ich hab mich physisch nie so wohl damit gefühlt. Mittlerweile bereue ich, dass ich mit 16 aufgehört habe. Man hat ja doch viel mehr Möglichkeiten, die Töne zu gestalten als auf dem Klavier. Aber Klavier hat mir mehr Spaß gemacht.“ Mit 14 Jahren gab er, als Gewinn eines Wettbewerbs, sein Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie, mit Schostakowitschs zweitem Klavierkonzert. Dass er Musiker werden würde, war eigentlich immer klar. Nur ums Abitur herum, erzählt er, kamen ihm plötzlich Zweifel – ob er nicht doch etwas anderes studieren sollte. „Aber die Alternativen wären sowas wie Design oder Fotografie gewesen, auch keine sicheren Beschäftigungen. Und ich hatte schon so viele Jahre meines Lebens in die Musik investiert, ich liebe es ja auch – wieso sollte ich es also nicht probieren? Dann hab ich die Entscheidung gefällt – und sie nie bereut.“
„Für den Markt und die Medien ist das Besondere vielleicht doch ein Anreiz.“
Er studierte in seiner Geburtsstadt Hannover bei Karl-Heinz Kaemmerling und Lars Vogt – eine ideale Kombination, wie er findet. Schließlich wurde er Vogts Assistent und übernahm aus dessen Klasse nach Vogts Krebstod einige Schüler. „Das ist schon eine tolle Aufgabe, sein Wissen und seine Leidenschaft weiterzugeben und zu sehen, wie sich Schüler verbessern und entwickeln.“ Seine Stelle, das ist ihm sehr wichtig, lässt ihm aber noch Zeit zum Konzertieren.
Bekannt gemacht hat Mario Häring 2018 der zweite Preis bei der Leeds Piano Competition, einem der großen Klavierwettbewerbe der Welt. Lars Vogts Karriere hatte übrigens ebenfalls mit einem zweiten Preis in Leeds begonnen. Auch Mario Häring hat der Wettbewerb viele Türen geöffnet.
Seine große Liebe gilt allerdings neben den großen Klavierkonzerten der Kammermusik – nicht nur, aber auch, weil das Leben als reisender Pianist ziemlich einsam ist. Mit dem Klarinettisten Patrick Hollich und dem Cellisten Alexandre Castro-Balbi bildet er das Bawandi Trio, mit seinem noch neuen Capybara Piano Quartet geht er Ende des Jahres auf große Japan-Tournee. Vor allem aber spielt er Duo, zum Beispiel mit Kian Soltani, Liv Migdal und Benedict Kloeckner. „Gemeinsam etwas zu gestalten, ist schön. Zudem liegt viel solistischer Fokus auf dem Klavier, oft mehr als im Trio oder im Quartett.“ Dennoch muss er aufpassen, das weiß er selbst, in der Wahrnehmung des Publikums nicht in die Rolle des Begleiters abgedrängt zu werden.
Natürlich würde er das Programm der neuen CD gern mal live spielen, „am liebsten in einem Setting mit Club-Atmosphäre, wo Leute sind, die normalerweise mit anderen Klängen Ekstase suchen. Aber das wird schwierig zu planen, weil so viele Musiker beteiligt sind, die gleichzeitig Zeit haben müssten. Und dazu noch das präparierte Klavier.“ Konzerte, in denen er vor der Pause solo und nach der Pause zum Beispiel die Cellosonate von Rachmaninow gespielt hat, hat er schon mehrmals gegeben. Aber vielleicht findet sich ja ein Festival, wo, wenn auch nicht die Originalbesetzung, so doch zumindest alle Instrumente, die für „Extase“ nötig wären, versammelt sind.
Inzwischen ist auch unser zweites Bier fast leer, und mein Blick fällt wieder auf das doch etwas schräge „Extase“-Cover. „Klar gehe ich mit der Aufmachung das Risiko ein, das klassische Publikum zu verschrecken“, sagt Mario Häring. „Aber ich glaube, die Leute sind nicht so konservativ wie ihr Ruf.“ Und da würde ich ihm zustimmen: Klassik-Freunde sind immer neugierig auf gute Musik – und wagen sich mit Debussy, Rachmaninow und Wagner auch in ein vermeintliches Techno-Wochenende.
Ich habe mir ein Programm vorgestellt, das musikalisch quasi durch ein Berliner Techno-Wochenende führt.“ So beginnt der Pressetext zum neuen Album des Pianisten Mario Häring. Das daneben abgedruckte CD-Cover zeigt eine grün-beblümte Gesichtsmaske vor einer nachtblauen Großstadtsilhouette. Dann las ich, auf dem Album höre man Debussy vor Liszts Mephisto-Walzer Nr. 1, eine „Techno Parade“ von Guillaume Conesson sowie Skrjabin, Cage und Rachmaninow, bevor es mit „Isoldens Liebestod“ in Liszts Klavierfassung endet. Kein typisches Techno-Programm. Das machte mich dann doch neugierig.
Wenig später hörte ich mir die CD an – und fand sie musikalisch so überzeugend, dass ich mehr erfahren wollte. So traf ich mich, dem Thema angemessen, eines Abends in Friedrichshain auf ein Bier oder zwei mit Mario Häring – der sich als ein sehr netter, unprätentiöser und eloquenter Gesprächspartner entpuppte. Geboren in Hannover, wuchs der heutige Mittdreißiger in Berlin auf, ging sogar in Friedrichshain zur Schule und wohnt seit dem Studium – bei Karl-Heinz Kaemmerling und Lars Vogt – wieder in Hannover, wo er an der Hochschule unterrichtet. Ein passionierter Clubgänger, stellte sich heraus, ist Mario Häring nicht, und das war auch gar nicht der Ausgangspunkt des Projekts.
Das Album ist ein ekstatischer, virtuoser Rausch, beinhaltet aber auch emotional ruhige Stücke
„Der Arbeitstitel war eigentlich Erotik“, erzählt er. „Basierend auf der Klaviersonate ‚Poeme de l’extase‘ von Skrjabin, da geht’s ja ziemlich zur Sache. Ich habe geguckt, was es für Stücke gibt: Lieder, Opern und einen Satz von Grieg hab ich gefunden, der Erotik heißt, aber leider nicht besonders erotisch klingt. Ich hab das Thema dann erweitert in Richtung Ekstase. Weil in der Coronazeit jeder für sich allein war und sich gesehnt hat, fand ich es schön, sich damit wenigstens musikalisch auseinanderzusetzen. Und bei der Überlegung, wie ich die Stücke sortieren könnte, kam mir die Idee einer Reise durch ein Wochenende.“
Am Freitagabend geht es los mit der Ankunft auf Debussys „Insel der Freude“, nach der „Techno Parade“ auf der Tanzfläche knistert es dann bei Skrjabins fünfter Sonate mitten in der Nacht schon sehr. Es folgen ein intimer Samstagmorgen mit den (textlich höchst erotischen) „Chansons de Bilitis“ und eine Samstagnacht, die mit Cages „Bacchanale“ transzendental und wild wird, ehe man, reichlich erschöpft, mit dem Andante aus Rachmaninows Cellosonate aufwacht. Wie „Isoldens Liebestod“ als Abschluss interpretiert werden soll, bleibt dem Hörer überlassen.
Das Album ist also nicht nur ein ekstatischer, virtuoser Rausch, sondern beinhaltet auch emotional intensive ruhige Stücke – „diese Grundbalance zu finden, war mir wichtig und gar nicht so einfach“, sagt Mario Häring. Und deshalb ist das Album auch von den Besetzungen her eine bunte Mischung, finden sich neben Soloklavierstücken eben auch Lieder, ein Trio und ein Satz aus einer Cellosonate: Solch ein Wochenende verbringt man nicht allein!
Aber muss man inzwischen Konzeptalben machen, um vom Markt wahrgenommen zu werden? „Muss man nicht“, meint Mario Häring. „Meine letzte CD war ein Debussy-Album. Jeder Künstler hat das Potenzial, etwas Besonderes aus einem Werk herauszuholen. Und wenn man sich auskennt, ist es immer interessant, neue Lesarten kennenzulernen. Aber solch ein Programm zu erstellen, das es noch nie gegeben hat, ist schön. Und für den Markt und die Medien ist das Besondere vielleicht doch ein Anreiz.“ Da hat er recht, ich bin das beste Beispiel.
„Extase“ ist bereits Härings dritte CD unter eigenem Namen, und selbst er als Digital Native findet es „immer noch schön, etwas in der Hand zu haben. Mit der Cover-Gestaltung und dem Booklet zusammen ist es eine Art Gesamtkunstwerk.“ Das Cover-Bild stammt von einem alten Schulfreund, der es extra für die CD gemacht hat. Der Booklet-Text gibt keine musikwissenschaftlichen Einführungen in die Werke, sondern erzählt die Geschichte des Wochenendes. Und die japanischen Schriftzeichen auf dem Cover waren die Idee der Gestalterin, die ein Faible für Japan hat. Sie passen aber auch gut zu Mario Häring, dessen Mutter Japanerin ist. Als Kind war er alle zwei Jahre bei den Großeltern in Japan zu Besuch, seit 20 Jahren reist er so gut wie jedes Jahr ein-, zweimal für Konzerte dorthin. „Das ist schon ein Stück Heimat und Teil meiner Identität.“
Mindestens ebenso wichtig für seinen Lebensweg war aber die Tatsache, dass beide Eltern Profigeiger sind. Zum dritten Geburtstag bekam er eine Geige, die er wohl schon am selben Tag fallen ließ, woraufhin die Eltern meinten, es sei vielleicht doch noch ein bisschen früh. Mit vier bekam er den ersten Unterricht. Er hatte Erfolge, auch bei Jugend musiziert. „Aber ich hab mich physisch nie so wohl damit gefühlt. Mittlerweile bereue ich, dass ich mit 16 aufgehört habe. Man hat ja doch viel mehr Möglichkeiten, die Töne zu gestalten als auf dem Klavier. Aber Klavier hat mir mehr Spaß gemacht.“ Mit 14 Jahren gab er, als Gewinn eines Wettbewerbs, sein Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie, mit Schostakowitschs zweitem Klavierkonzert. Dass er Musiker werden würde, war eigentlich immer klar. Nur ums Abitur herum, erzählt er, kamen ihm plötzlich Zweifel – ob er nicht doch etwas anderes studieren sollte. „Aber die Alternativen wären sowas wie Design oder Fotografie gewesen, auch keine sicheren Beschäftigungen. Und ich hatte schon so viele Jahre meines Lebens in die Musik investiert, ich liebe es ja auch – wieso sollte ich es also nicht probieren? Dann hab ich die Entscheidung gefällt – und sie nie bereut.“
„Für den Markt und die Medien ist das Besondere vielleicht doch ein Anreiz.“
Er studierte in seiner Geburtsstadt Hannover bei Karl-Heinz Kaemmerling und Lars Vogt – eine ideale Kombination, wie er findet. Schließlich wurde er Vogts Assistent und übernahm aus dessen Klasse nach Vogts Krebstod einige Schüler. „Das ist schon eine tolle Aufgabe, sein Wissen und seine Leidenschaft weiterzugeben und zu sehen, wie sich Schüler verbessern und entwickeln.“ Seine Stelle, das ist ihm sehr wichtig, lässt ihm aber noch Zeit zum Konzertieren.
Bekannt gemacht hat Mario Häring 2018 der zweite Preis bei der Leeds Piano Competition, einem der großen Klavierwettbewerbe der Welt. Lars Vogts Karriere hatte übrigens ebenfalls mit einem zweiten Preis in Leeds begonnen. Auch Mario Häring hat der Wettbewerb viele Türen geöffnet.
Seine große Liebe gilt allerdings neben den großen Klavierkonzerten der Kammermusik – nicht nur, aber auch, weil das Leben als reisender Pianist ziemlich einsam ist. Mit dem Klarinettisten Patrick Hollich und dem Cellisten Alexandre Castro-Balbi bildet er das Bawandi Trio, mit seinem noch neuen Capybara Piano Quartet geht er Ende des Jahres auf große Japan-Tournee. Vor allem aber spielt er Duo, zum Beispiel mit Kian Soltani, Liv Migdal und Benedict Kloeckner. „Gemeinsam etwas zu gestalten, ist schön. Zudem liegt viel solistischer Fokus auf dem Klavier, oft mehr als im Trio oder im Quartett.“ Dennoch muss er aufpassen, das weiß er selbst, in der Wahrnehmung des Publikums nicht in die Rolle des Begleiters abgedrängt zu werden.
Natürlich würde er das Programm der neuen CD gern mal live spielen, „am liebsten in einem Setting mit Club-Atmosphäre, wo Leute sind, die normalerweise mit anderen Klängen Ekstase suchen. Aber das wird schwierig zu planen, weil so viele Musiker beteiligt sind, die gleichzeitig Zeit haben müssten. Und dazu noch das präparierte Klavier.“ Konzerte, in denen er vor der Pause solo und nach der Pause zum Beispiel die Cellosonate von Rachmaninow gespielt hat, hat er schon mehrmals gegeben. Aber vielleicht findet sich ja ein Festival, wo, wenn auch nicht die Originalbesetzung, so doch zumindest alle Instrumente, die für „Extase“ nötig wären, versammelt sind.
Inzwischen ist auch unser zweites Bier fast leer, und mein Blick fällt wieder auf das doch etwas schräge „Extase“-Cover. „Klar gehe ich mit der Aufmachung das Risiko ein, das klassische Publikum zu verschrecken“, sagt Mario Häring. „Aber ich glaube, die Leute sind nicht so konservativ wie ihr Ruf.“ Und da würde ich ihm zustimmen: Klassik-Freunde sind immer neugierig auf gute Musik – und wagen sich mit Debussy, Rachmaninow und Wagner auch in ein vermeintliches Techno-Wochenende.

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