Interview & Porträt

Auf hohem Niveau

Von
Arnt Cobbers
Erschienen in der Printausgabe im
November 2024
Lesezeit ca.
Minuten
Foto: Guido Werner
Foto: Guido Werner

Es ist eine erstaunliche Repertoirewahl für ein Ensemble, das sich der Wiederentdeckung des mitteldeutschen Musikerbes des 16. bis 18. Jahrhunderts verschrieben hat. Aber: „Dafür gibt es einen einfachen Grund“, erklärt Christoph Dittmar, einer der beiden Ensembleleiter. „Nach dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar 2004 gab es eine Konzertreihe ‚Musik aus den Aschebüchern‘. Wie wurden gefragt, ob wir uns nicht beteiligen wollten, und man zeigte uns die Scans der Stimmbücher mit den Madrigali der Vittoria Aleotti, die beschädigt worden waren. Ich war sofort begeistert. Das ist tolle Musik, völlig unbekannt. Kurze Madrigale auf sehr innige Liebestexte. Wir haben die Stücke aufgeführt, und weil es noch keine Einspielung gab, haben wir sie auch auf CD aufgenommen.“

Um 1575 geboren und am Hof der Este in Ferrara aufgewachsen, trat Vittoria Aleotti mit 14 Jahren ins Kloster ein, dessen Oberin sie später wurde, nahm den Namen Raffaella an und wurde bald weithin gerühmt als Cembalistin, Organistin und Komponistin. Zu Verwirrung führte jahrhundertelang, dass es Musikdrucke von Vittoria Aleotti und von Raffaella Aleotti gibt. Inzwischen sind sich die Forscher einig, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt. „Sie war bekannt in Weimar, ihre Musik wurde hier aufgeführt oder zumindest studiert. Wir haben die vier Stimmen auf sechs Sänger verteilt plus Laute. Und dazwischen erklingt Cembalomusik von den Lehrern der Aleotti, von Luzzasco Luzzaschi und Ercole Pasquini. Alles völlig unbekannte Werke. Aber es ist toll anzuhören – finde ich zumindest“, ergänzt Christoph Dittmar nach einer kurzen Pause lachend. „Ich mache CDs, die ich selbst gern hören würde. Und das ist so eine CD.“ Sie ist, so viel sei der Rezension vorweggenommen, wirklich gelungen. Ebenso wie der zweite Teil des „Geburtstags-Doppelschlags“, die Motetten aus der Sammlung „Melodiae Sacrae“ des in Coburg tätigen Renaissance-Meisters Melchior Franck, ebenfalls eine Weltersteinspielung.

Die Bandbreite, die Cantus Thuringia & Capella abdecken, ist enorm

Cantus Thuringia & Capella ist eines jener verdienstvollen, regional verwurzelten Ensembles, die vergessene Literatur aus Renaissance und Barock auf hohem Niveau wiederbeleben. Ohne sie wäre die deutsche Musiklandschaft ärmer, und doch führen sie meist einen beharrlichen und ideenreichen Kampf ums finanzielle Überleben. Wie die meisten dieser Gruppen besteht auch das Weimarer Ensemble aus einem kleinen Kern, einigen Stammkräften und handverlesenen, meist befreundeten Gästen, die zu verschiedenen Projekten und Besetzungen zusammenkommen.

Als vor 25 Jahren das Festival Güldener Herbst in Weimar gegründet wurde, wünschte man sich auch eine Art „Hauskapelle“, wie es Dittmar formuliert, und so stellte der Cembaloprofessor Bernhard Klapprott ein Instrumentalensemble zusammen, das am 29. Oktober 1999 bei seinem ersten Konzert Werke von Bach und Thüringer „Kleinmeistern“ präsentierte. Und weil es auch schöne Vokalmusik aus jener Zeit gibt, bestritt ein Jahr später, am 27. Oktober 2000, das Vokalensemble Cantus Thuringia sein Bühnendebüt. Klapprott wollte das Projekt nicht dauerhaft allein stemmen und holte zwei Jahre später seinen Schüler, den Sänger (Altus) und Cembalisten Dittmar, mit ins Boot. Als GbR bilden die beiden seitdem den Kern des Unternehmens mit dem etwas sperrigen Namen Cantus Thuringia & Capella, und sie teilen sich auch die Projekte auf, wobei Dittmars Schwerpunkt im 16. und frühen 17. Jahrhundert liegt, der seines Kollegen im späten 17. und 18. Jahrhundert. Das Aleotti-Projekt ist Christoph Dittmars Baby, die Gesamteinspielung der Kantaten von Friedrich Wilhelm Zachow, des Lehrers von Händel, von denen drei CDs bereits aufgenommen sind und bald bei cpo erscheinen werden, hat Bernhard Klapprott geleitet.

Christoph Dittmar ist der Dritte von links. Foto: Markus Postrach

Und das unterscheidet Cantus Thuringia & Capella dann doch von anderen Ensembles: Die Bandbreite, die die Weimarer abdecken können, ist enorm. Mal gehen vier Sänger, Blockflöte und Laute auf die Bühne, mal sind sie, wie beim Oratorium „Der blutige und sterbende Jesus am Kreuz“ von Reinhard Keiser, fast vierzig Sänger und Instrumentalisten.

Ist es nicht schwer, da eine Linie zu finden, wenn man alles machen kann? „Wir haben noch nie Probleme gehabt, interessante Musik zu finden“, entgegnet Dittmar. „Es gibt so viele tolle Stücke. Oft werden uns Sachen angeboten. Eine Musikwissenschaftlerin hat uns zum Beispiel auf die Matthäus-Passion von Johann Christoph Rothe gebracht, einem völlig unbekannten Komponisten, von dem man nur dieses eine Stück kennt, das in Sondershausen liegt. Das war eine echte Entdeckung.“ 

Klapprott und Dittmar haben sich mit Mitteldeutschland allerdings auch eine musikalisch besonders fruchtbare Region mit vielen außergewöhnlichen Aufführungsorten ausgesucht.„An Grenzen sind wir noch nicht gestoßen“, sagt Christoph Dittmar. „Die Frage ist immer: Wen vergleiche ich mit wem? Wenn man an alles die Bach-Messlatte anlegt, kann man aufhören. Aber wenn man die Werke in einem guten Konzertprogramm richtig stellt und beleuchtet, dann können viele von denen neben einer Bach-Kantate oder einer Schütz-Motette bestehen. Johann Rudolph Ahle, Friedrich Wilhelm Zachow, Gottfried Heinrich Stölzel, Melchior Franck, die haben alle Musik von ganz erstaunlicher Qualität geschrieben.“

Das Publikum, sagt Christoph Dittmar, ist begeistert – wenn es denn einmal im Konzert sitzt. Es dahin zu locken – und vorher die Veranstalter zu überzeugen, mal nicht nur Bach aufs Programm zu setzen, ist der schwierigere Part. Zur Unterstützung haben Klapprott und Dittmar vor Jahren den Verein Musikerbe Thüringen e. V. gegründet, als Plattform zur Förderung verschiedener Projekte, die auch Musikeditionen oder Projekte anderer Ensembles wie „Bach by Bike“ umfassen.

Auch Cantus Thuringia & Capella spüren immer noch die Nachwirkungen der Coronazeit. „Unser Kalender für 2020 war gut gefüllt“, sagt Dittmar. „Dann wurde vieles abgesagt, und wir sind immer noch nicht auf dem Niveau von 2019.“ Einen Vorteil aber hatte die erzwungene Auftrittspause: Das Ensemble hat mehrere CDs aufgenommen, die nun nach und nach herauskommen – bei ihren „Hauslabels“ cpo und dhm/Sony.

Sogar Opern haben die Weimarer bereits gemacht: „Erwin und Elmire“ zum Beispiel von Herzogin Anna Anmalia, Telemanns „Pimpinone“ und Purcells „Dido und Aeneas“ in Bad Lauchstädt. 2026 wird Cantus Thuringia (als Vokalensemble) bei den Gluck-Festspielen auftreten, in einem Projekt mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Dirigenten Michael Hofstetter. Darauf freut sich Christoph Dittmar bereits sehr. 

Während Bernhard Klapprott durch seine Cembalo-Professur in Weimar abgesichert ist (am renommierten Institut für Alte Musik der Hochschule Franz Liszt, das unfassbarerweise demnächst abgewickelt werden soll), hält Christoph Dittmar, der in Schwerin geboren und in Zwickau aufgewachsen ist, in Weimar studiert hat und in Berlin lebt, verschiedene Bälle in der Luft. Er unterrichtet als Lehrbeauftragter Cembalo und Aufführungspraxis am gleichen Institut wie sein Kollege Klapprott in Weimar und arbeitet als freischaffender Sänger und Cembalist. Nicht immer „der Antreiber“ und verantwortlich für Organisation und Finanzen zu sein, findet er auch mal schön. Und zum Beispiel mit Roland Wilsons Musica fiata zu arbeiten, sei jedes Mal bereichernd. Doch sein Hauptprojekt ist und bleibt Cantus Thuringia & Capella.

Da hat er übrigens seine eigene Probenphilosophie: „Ich will gar nicht so viel leiten. Ich habe handverlesene, tolle Leute, mit denen ich Musik machen darf – denen muss ich doch nicht erklären, wie man singt oder spielt. Ich gebe eine Richtung vor und eine Idee. Und dann möchte ich, dass wir etwas gemeinsam entwickeln. Damit hab ich total gute Erfahrungen gemacht.“ Die Aufnahmen der Madrigale von Vittoria Raffaella Aleotti sowie der Motetten Melchior Francks kann man jedenfalls als starkes Plädoyer für Christoph Dittmars Arbeitsweise sehen. Das sind nicht nur eindrucksvolle Werke. Das ist auch überzeugend musiziert.

Es ist eine erstaunliche Repertoirewahl für ein Ensemble, das sich der Wiederentdeckung des mitteldeutschen Musikerbes des 16. bis 18. Jahrhunderts verschrieben hat. Aber: „Dafür gibt es einen einfachen Grund“, erklärt Christoph Dittmar, einer der beiden Ensembleleiter. „Nach dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar 2004 gab es eine Konzertreihe ‚Musik aus den Aschebüchern‘. Wie wurden gefragt, ob wir uns nicht beteiligen wollten, und man zeigte uns die Scans der Stimmbücher mit den Madrigali der Vittoria Aleotti, die beschädigt worden waren. Ich war sofort begeistert. Das ist tolle Musik, völlig unbekannt. Kurze Madrigale auf sehr innige Liebestexte. Wir haben die Stücke aufgeführt, und weil es noch keine Einspielung gab, haben wir sie auch auf CD aufgenommen.“

Um 1575 geboren und am Hof der Este in Ferrara aufgewachsen, trat Vittoria Aleotti mit 14 Jahren ins Kloster ein, dessen Oberin sie später wurde, nahm den Namen Raffaella an und wurde bald weithin gerühmt als Cembalistin, Organistin und Komponistin. Zu Verwirrung führte jahrhundertelang, dass es Musikdrucke von Vittoria Aleotti und von Raffaella Aleotti gibt. Inzwischen sind sich die Forscher einig, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt. „Sie war bekannt in Weimar, ihre Musik wurde hier aufgeführt oder zumindest studiert. Wir haben die vier Stimmen auf sechs Sänger verteilt plus Laute. Und dazwischen erklingt Cembalomusik von den Lehrern der Aleotti, von Luzzasco Luzzaschi und Ercole Pasquini. Alles völlig unbekannte Werke. Aber es ist toll anzuhören – finde ich zumindest“, ergänzt Christoph Dittmar nach einer kurzen Pause lachend. „Ich mache CDs, die ich selbst gern hören würde. Und das ist so eine CD.“ Sie ist, so viel sei der Rezension vorweggenommen, wirklich gelungen. Ebenso wie der zweite Teil des „Geburtstags-Doppelschlags“, die Motetten aus der Sammlung „Melodiae Sacrae“ des in Coburg tätigen Renaissance-Meisters Melchior Franck, ebenfalls eine Weltersteinspielung.

Die Bandbreite, die Cantus Thuringia & Capella abdecken, ist enorm

Cantus Thuringia & Capella ist eines jener verdienstvollen, regional verwurzelten Ensembles, die vergessene Literatur aus Renaissance und Barock auf hohem Niveau wiederbeleben. Ohne sie wäre die deutsche Musiklandschaft ärmer, und doch führen sie meist einen beharrlichen und ideenreichen Kampf ums finanzielle Überleben. Wie die meisten dieser Gruppen besteht auch das Weimarer Ensemble aus einem kleinen Kern, einigen Stammkräften und handverlesenen, meist befreundeten Gästen, die zu verschiedenen Projekten und Besetzungen zusammenkommen.

Als vor 25 Jahren das Festival Güldener Herbst in Weimar gegründet wurde, wünschte man sich auch eine Art „Hauskapelle“, wie es Dittmar formuliert, und so stellte der Cembaloprofessor Bernhard Klapprott ein Instrumentalensemble zusammen, das am 29. Oktober 1999 bei seinem ersten Konzert Werke von Bach und Thüringer „Kleinmeistern“ präsentierte. Und weil es auch schöne Vokalmusik aus jener Zeit gibt, bestritt ein Jahr später, am 27. Oktober 2000, das Vokalensemble Cantus Thuringia sein Bühnendebüt. Klapprott wollte das Projekt nicht dauerhaft allein stemmen und holte zwei Jahre später seinen Schüler, den Sänger (Altus) und Cembalisten Dittmar, mit ins Boot. Als GbR bilden die beiden seitdem den Kern des Unternehmens mit dem etwas sperrigen Namen Cantus Thuringia & Capella, und sie teilen sich auch die Projekte auf, wobei Dittmars Schwerpunkt im 16. und frühen 17. Jahrhundert liegt, der seines Kollegen im späten 17. und 18. Jahrhundert. Das Aleotti-Projekt ist Christoph Dittmars Baby, die Gesamteinspielung der Kantaten von Friedrich Wilhelm Zachow, des Lehrers von Händel, von denen drei CDs bereits aufgenommen sind und bald bei cpo erscheinen werden, hat Bernhard Klapprott geleitet.

Christoph Dittmar ist der Dritte von links. Foto: Markus Postrach

Und das unterscheidet Cantus Thuringia & Capella dann doch von anderen Ensembles: Die Bandbreite, die die Weimarer abdecken können, ist enorm. Mal gehen vier Sänger, Blockflöte und Laute auf die Bühne, mal sind sie, wie beim Oratorium „Der blutige und sterbende Jesus am Kreuz“ von Reinhard Keiser, fast vierzig Sänger und Instrumentalisten.

Ist es nicht schwer, da eine Linie zu finden, wenn man alles machen kann? „Wir haben noch nie Probleme gehabt, interessante Musik zu finden“, entgegnet Dittmar. „Es gibt so viele tolle Stücke. Oft werden uns Sachen angeboten. Eine Musikwissenschaftlerin hat uns zum Beispiel auf die Matthäus-Passion von Johann Christoph Rothe gebracht, einem völlig unbekannten Komponisten, von dem man nur dieses eine Stück kennt, das in Sondershausen liegt. Das war eine echte Entdeckung.“ 

Klapprott und Dittmar haben sich mit Mitteldeutschland allerdings auch eine musikalisch besonders fruchtbare Region mit vielen außergewöhnlichen Aufführungsorten ausgesucht.„An Grenzen sind wir noch nicht gestoßen“, sagt Christoph Dittmar. „Die Frage ist immer: Wen vergleiche ich mit wem? Wenn man an alles die Bach-Messlatte anlegt, kann man aufhören. Aber wenn man die Werke in einem guten Konzertprogramm richtig stellt und beleuchtet, dann können viele von denen neben einer Bach-Kantate oder einer Schütz-Motette bestehen. Johann Rudolph Ahle, Friedrich Wilhelm Zachow, Gottfried Heinrich Stölzel, Melchior Franck, die haben alle Musik von ganz erstaunlicher Qualität geschrieben.“

Das Publikum, sagt Christoph Dittmar, ist begeistert – wenn es denn einmal im Konzert sitzt. Es dahin zu locken – und vorher die Veranstalter zu überzeugen, mal nicht nur Bach aufs Programm zu setzen, ist der schwierigere Part. Zur Unterstützung haben Klapprott und Dittmar vor Jahren den Verein Musikerbe Thüringen e. V. gegründet, als Plattform zur Förderung verschiedener Projekte, die auch Musikeditionen oder Projekte anderer Ensembles wie „Bach by Bike“ umfassen.

Auch Cantus Thuringia & Capella spüren immer noch die Nachwirkungen der Coronazeit. „Unser Kalender für 2020 war gut gefüllt“, sagt Dittmar. „Dann wurde vieles abgesagt, und wir sind immer noch nicht auf dem Niveau von 2019.“ Einen Vorteil aber hatte die erzwungene Auftrittspause: Das Ensemble hat mehrere CDs aufgenommen, die nun nach und nach herauskommen – bei ihren „Hauslabels“ cpo und dhm/Sony.

Sogar Opern haben die Weimarer bereits gemacht: „Erwin und Elmire“ zum Beispiel von Herzogin Anna Anmalia, Telemanns „Pimpinone“ und Purcells „Dido und Aeneas“ in Bad Lauchstädt. 2026 wird Cantus Thuringia (als Vokalensemble) bei den Gluck-Festspielen auftreten, in einem Projekt mit der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Dirigenten Michael Hofstetter. Darauf freut sich Christoph Dittmar bereits sehr. 

Während Bernhard Klapprott durch seine Cembalo-Professur in Weimar abgesichert ist (am renommierten Institut für Alte Musik der Hochschule Franz Liszt, das unfassbarerweise demnächst abgewickelt werden soll), hält Christoph Dittmar, der in Schwerin geboren und in Zwickau aufgewachsen ist, in Weimar studiert hat und in Berlin lebt, verschiedene Bälle in der Luft. Er unterrichtet als Lehrbeauftragter Cembalo und Aufführungspraxis am gleichen Institut wie sein Kollege Klapprott in Weimar und arbeitet als freischaffender Sänger und Cembalist. Nicht immer „der Antreiber“ und verantwortlich für Organisation und Finanzen zu sein, findet er auch mal schön. Und zum Beispiel mit Roland Wilsons Musica fiata zu arbeiten, sei jedes Mal bereichernd. Doch sein Hauptprojekt ist und bleibt Cantus Thuringia & Capella.

Da hat er übrigens seine eigene Probenphilosophie: „Ich will gar nicht so viel leiten. Ich habe handverlesene, tolle Leute, mit denen ich Musik machen darf – denen muss ich doch nicht erklären, wie man singt oder spielt. Ich gebe eine Richtung vor und eine Idee. Und dann möchte ich, dass wir etwas gemeinsam entwickeln. Damit hab ich total gute Erfahrungen gemacht.“ Die Aufnahmen der Madrigale von Vittoria Raffaella Aleotti sowie der Motetten Melchior Francks kann man jedenfalls als starkes Plädoyer für Christoph Dittmars Arbeitsweise sehen. Das sind nicht nur eindrucksvolle Werke. Das ist auch überzeugend musiziert.