Bonn klingt wieder gut
Die Sanierung der Beethovenhalle ist geglückt

Es ist noch mal gut gegangen. 2007 beschloss der Bonner Stadtrat den Bau eines Festspielhauses, das in der Heimatstadt Beethovens nicht nur beim alljährlichen Beethoven-Fest schmerzlich vermisst wurde. Die Beethovenhalle aus den Jahren 1956-59 wirkte oll, klang nicht mehr gut und sollte durch ein neues Wahrzeichen ersetzt werden. Doch die Bonner Bürgerschaft protestierte, mangelndes Geld tat sein übriges, und so begann man 2016, die bestehende denkmalgeschützte Halle generalzusanieren. Eine gute Idee, wie man seit der Wiedereröffnung am 16. Dezember 2025 konstatieren muss. Der Bau des Scharoun-Schülers Siegfried Wolske ist zwar als Mehrzweckhalle konzipiert mit seinem ebenen Parkett und der losen Bestuhlung mit maximal 1.700 Plätzen, doch er hat Charme, von außen wie im Inneren. Und der Saal klingt, dank einiger Modifizierungen, wieder exzellent, obwohl er breit und dafür recht niedrig ist. Eine ikonische „Elphi am Rhein“ ist hier nicht wiedererstanden, aber doch ein gelungener Bau der Nachkriegsmoderne, in der zu Hauptstadtzeiten Bonns auch vier Bundespräsidenten gewählt wurden. Das Beethoven Orchester Bonn und sein GMD Dirk Kaftan wirken nach den ersten Erfahrungen sehr glücklich mit ihrem neuen Zuhause. Die Bonner Musikfreunde dürfen es auch sein.



