Licht Spiele
Die Styriarte in Graz setzt in diesem Jahr auf die Kraft des Lichts durch Musik

Eigentlich sollte man sich einen ganzen Monat in Graz einquartieren. So lange dauert in diesem Sommer die Styriarte, das traditionsreiche Klassikfestival in der Hauptstadt der Steiermark, das 1985 gegründet wurde und in den ersten Jahrzehnten stark von Nikolaus Harnoncourt geprägt war. Die Alte Musik spielt immer noch eine große Rolle im Programm, doch mit 65 Vorstellungen aus 32 Projekten, wie es in der Programmvorschau heißt, ist es sehr bunt und vielseitig angelegt. Und es soll in diesem Jahr „fröhlich leuchtend“ werden, denn im Mittelpunkt steht das „Lebenselixier Licht“. Es ist wahrlich eine gute Idee, „in diesen herausfordernden Zeiten bewusst auf eine heitere Grundstimmung zu setzen, die den Alltag für einen Monat in ein helleres Farbspektrum taucht“. Dass das gelingen könnte, liegt auch an der Stadt Graz, die nicht nur architektonisch eine Menge zu bieten hat (immerhin ist die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe), sondern auch ein lebendiges Kneipen- und Restaurantleben aufweist. Und einige prächtige Innenräume für Konzerte, wie man schon im ersten Konzert wird erleben können. Los geht es nämlich am
26. Juni mit dem „Einleuchten“ im „schönsten Haus von Graz“, dem Palais Attems, einem Adelspalais aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Fast ein Jahrhundert älter ist Schloss Eggenberg vor den Toren der Stadt, das mit seinen 24 Prunkräumen zu Recht ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist und in dessen wirklich überaus prunkvollem Planetensaal unter anderem Mozarts „Zauberflöte“ in einer Version für Harmoniemusik (mit anschließendem Picknick im Schlosspark) und Marin Marais’ Gambenmusik für den Sonnenkönig Ludwig XIV. erklingen werden. Auch „ein Tag mit Joseph Haydn“ wird im Schloss Eggenberg gefeiert, er beginnt, allerdings erst um elf Uhr, sinnigerweise mit dem Streichquartett op. 76 Nr. 4 „Der Sonnenaufgang“.
Den echten Sonnenaufgang hat die Styriarte auch im Programm: am letzten Festivaltag, am 26. Juli um fünf Uhr morgens auf dem Schöckl Ostplateau, zu dem es um drei Uhr in einer geführten Wanderung hinaufgeht. Oben spielt dann das Alphornquartett „Grünspan und Holzwurm“.
Was soll man noch herausheben? Vielleicht das Programm Lux aeterna mit dem Arnold Schoenberg Chor in der Pfarrkirche Pöllau, ein Programm mit Musik der Azteken (die auch einen Sonnengott hatten), Friedrich Wilhelm Murnaus genau hundert Jahre alter Stummfilm „Faust“ mit Live-Musik, Beethovens „Mondscheinsonate“, gespielt von Bernd Glemser, oder die sinfonischen Programme wie Mahlers Zweite oder Haydns „Schöpfung“ in der großen Helmut-List-Halle. Für Mozarts Requiem macht das Festival einen Ausflug nach Stainz in die barocke Pfarrkirche, auf einer Orgelreise geht es diesmal zu vier Kirchen in der weiteren Umgebung. Es gibt einen
Beatles-Tribute, ein Klezmerkonzert, die „Zauberflöte“ für Kinder, eine „romantische Nacht“ mit Birgit Minichmayr und dem Confringo Klavierquartett, und beendet wird die Styriarte, auch schon traditionell, von Jordi Savall, diesmal sogar in zwei Konzerten mit seinen Ensembles Hespèrion XXI und Le Concert des Nations/La Capella Reial de Catalunya. Hier wird man die Eurovisionshymne aus Charpentiers Te Deum endlich mal live hören können. In diesem Jahr könnte man in Graz einen ganzen Monat verbringen.
Eigentlich sollte man sich einen ganzen Monat in Graz einquartieren. So lange dauert in diesem Sommer die Styriarte, das traditionsreiche Klassikfestival in der Hauptstadt der Steiermark, das 1985 gegründet wurde und in den ersten Jahrzehnten stark von Nikolaus Harnoncourt geprägt war. Die Alte Musik spielt immer noch eine große Rolle im Programm, doch mit 65 Vorstellungen aus 32 Projekten, wie es in der Programmvorschau heißt, ist es sehr bunt und vielseitig angelegt. Und es soll in diesem Jahr „fröhlich leuchtend“ werden, denn im Mittelpunkt steht das „Lebenselixier Licht“. Es ist wahrlich eine gute Idee, „in diesen herausfordernden Zeiten bewusst auf eine heitere Grundstimmung zu setzen, die den Alltag für einen Monat in ein helleres Farbspektrum taucht“. Dass das gelingen könnte, liegt auch an der Stadt Graz, die nicht nur architektonisch eine Menge zu bieten hat (immerhin ist die Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe), sondern auch ein lebendiges Kneipen- und Restaurantleben aufweist. Und einige prächtige Innenräume für Konzerte, wie man schon im ersten Konzert wird erleben können. Los geht es nämlich am
26. Juni mit dem „Einleuchten“ im „schönsten Haus von Graz“, dem Palais Attems, einem Adelspalais aus dem frühen 18. Jahrhundert.
Fast ein Jahrhundert älter ist Schloss Eggenberg vor den Toren der Stadt, das mit seinen 24 Prunkräumen zu Recht ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe ist und in dessen wirklich überaus prunkvollem Planetensaal unter anderem Mozarts „Zauberflöte“ in einer Version für Harmoniemusik (mit anschließendem Picknick im Schlosspark) und Marin Marais’ Gambenmusik für den Sonnenkönig Ludwig XIV. erklingen werden. Auch „ein Tag mit Joseph Haydn“ wird im Schloss Eggenberg gefeiert, er beginnt, allerdings erst um elf Uhr, sinnigerweise mit dem Streichquartett op. 76 Nr. 4 „Der Sonnenaufgang“.
Den echten Sonnenaufgang hat die Styriarte auch im Programm: am letzten Festivaltag, am 26. Juli um fünf Uhr morgens auf dem Schöckl Ostplateau, zu dem es um drei Uhr in einer geführten Wanderung hinaufgeht. Oben spielt dann das Alphornquartett „Grünspan und Holzwurm“.
Was soll man noch herausheben? Vielleicht das Programm Lux aeterna mit dem Arnold Schoenberg Chor in der Pfarrkirche Pöllau, ein Programm mit Musik der Azteken (die auch einen Sonnengott hatten), Friedrich Wilhelm Murnaus genau hundert Jahre alter Stummfilm „Faust“ mit Live-Musik, Beethovens „Mondscheinsonate“, gespielt von Bernd Glemser, oder die sinfonischen Programme wie Mahlers Zweite oder Haydns „Schöpfung“ in der großen Helmut-List-Halle. Für Mozarts Requiem macht das Festival einen Ausflug nach Stainz in die barocke Pfarrkirche, auf einer Orgelreise geht es diesmal zu vier Kirchen in der weiteren Umgebung. Es gibt einen
Beatles-Tribute, ein Klezmerkonzert, die „Zauberflöte“ für Kinder, eine „romantische Nacht“ mit Birgit Minichmayr und dem Confringo Klavierquartett, und beendet wird die Styriarte, auch schon traditionell, von Jordi Savall, diesmal sogar in zwei Konzerten mit seinen Ensembles Hespèrion XXI und Le Concert des Nations/La Capella Reial de Catalunya. Hier wird man die Eurovisionshymne aus Charpentiers Te Deum endlich mal live hören können. In diesem Jahr könnte man in Graz einen ganzen Monat verbringen.



