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Meister des Musicals: Cole Porter

Von
Marcel Prawy
Erschienen in der Printausgabe im
April 1961
Lesezeit ca.
Minuten
Der Komponist zur Zeit der Entstehung von „Night and Day" (1932)
Der Komponist zur Zeit der Entstehung von „Night and Day" (1932)

Das Musical, unseres Jahrhunderts Kind der leichten Muse, drängt mehr und mehr die ehrwürdige Operette in den Hintergrund. Jerome Kern, Cole Porter, Irving Berlin, George Gershwin erfreuen mit ihren Melodien und Rhythmen heute die Hörer, wie es Johann Strauß, Franz von Suppe, Emmerich Kaiman und Franz Lehar zu Zeiten unserer Väter und Großväter getan haben. Marcel Prawy, ein hervorragender Kenner des amerikanischen Musicals, wird für fono forum in mehreren Beiträgen die hervorragendsten und erfolgreichsten Komponisten dieses Genres vorstellen.

Seit dem triumphalen Erfolg seines Musicals KISS ME KATE auf den deutschen Bühnen ist Cole Porter beim deutschen Publikum der weitaus bekannteste Name unter allen amerikanischen Musical-Komponisten. Aber die berühmtesten der über 500 Songs, die der heute 68jährige Meister nach seinen eigenen Texten für 25 Musicals und 9 Filme komponiert hat, sind auch in Europa seit Jahren populär geworden: etwa das elegische „Night and Day" aus dem Musical THE GAY DIVORCEE („Die lustige Geschiedene", 1932) oder das erregende „Begin the Beginne" aus JUBILEE (1935). Auch in Amerika gilt Cole Porter, der heute als schwerkranker Mann im Wolkenkratzer des Waldorf-Astoria-Tower von New York lebt und in langen Jahren schwersten körperlichen und seelischen Leidens seine bezaubernd lächelnden Lieder geschrieben hat, als die vielleicht faszinierendste Erscheinung unter den Schöpfern des modernen Broadway-Theaters.

Cole Porter wurde am 9. Juni 1892 als Sohn eines reichen Farmers in dem Städtchen Peru im Staate Indiana des amerikanischen Mittelwestens geboren. Sein Großvater hatte sich mit dem Handel von Kohle und Holz ein Millionenvermögen geschaffen und mit der unanfechtbaren Autorität seines Bankkontos den Befehl gegeben, dass sein Enkel Jus studieren müsse. Aber der Junge zeigte schon in jüngsten Jahren ein beachtliches Talent für Musik: Seine Mutter, die — wie die Heldin seines berühmtesten Musicals — Kate hieß, lehrte ihn bereits mit sechs Jahren Violine und mit acht Jahren Klavier. Er war erst zehn Jahre alt, als er eine kleine Operette dichtete und komponierte — und der kleine Konzertwalzer „Bobolink", den er mit 8 Jahren geschrieben hatte, wurde 1902 in Chikago veröffentlicht.

Um die klingende Harmonie der Aussicht auf das großväterliche Erbteil nicht zu trüben, trat er als Student der Rechte und Fremdsprachen in die Worcester Academy of Massachusetts ein und setzte dann diese Studien an der berühmten Yale Universität fort. Während seiner Studienjahre dichtete und komponierte er Studenten-Revuen, leitete den Studentenchor und schrieb zwei Studentenlieder, die noch bis heute der Stolz der Yale-Universität geblieben sind: „Birtgo Eli Yale" (1910) und „Bull Dog" (1911). Im Jahre 1913 wechselte er zur Harvard- Universität von Boston. Nachdem nun der millionenschwere Großvater endlich der Künstlerkarriere seines Enkels zugestimmt hatte, wählte Cole sofort Musik als Hauptfach. In seinen Harvard-Jahren schrieb er wieder eine kleine musikalische Komödie, etwa im Stile der englischen Operetten von Gilbert und Sulhvan, die von der Studentenschaft enthusiastisch bejubelt wurde.

„Kiss me, Kate", Alfred Drake als Petrucchio in der Uraufführung

Am 28. März 1916 erschien im Maxine Elüott Theatre von New York sein erstes abendfüllendes Stück: SEE AMERICA FIRST, mit Clifton Webb in der Hauptrolle. Es war ein Durchfall und wurde nach 15 Vorstellungen abgesetzt. Der 23 jährige Komponist nahm sich diesen Misserfolg so zu Herzen, dass er Amerika verließ und sich als Freiwilliger bei der französischen Fremdenlegion in Nordafrika meldete. Die überlebenden Kameraden dieses Jahrgangs erinnern sich noch sehr gut an den jungen Cole Porter, der auf Märschen in der Wüste oft unter dem Rucksack sein Pianino auf dem Rücken schleppte und allabendlich seine neuesten Lieder im Zeltlager vortrug. Die französische Regierung hat ihn später mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Nach dem Kriegseintritt Amerikas im Jahre 1917 kam er in die französische Offiziers-Schule von Fontainebleau und unterrichtete dort die amerikanischen Soldaten in der Struktur französischer Waffen.

Nach dem Waffenstillstand fuhr Cole Porter zurück nach USA und lernte auf der Überfahrt den Producer und Schauspieler Raymond Hitchcock kennen. Hitchcock lud ihn ein, für seine Revue HITCHY-KOO einige Einlagen zu schreiben. Bei der Premiere im Oktober 1919 in New York erwies sich das Lied „Old-fashioned Garden" als der erste Cole-Porter-Schlager.

Im gleichen Jahr ging er wieder nach-Paris und heiratete dort die Amerikanerin Linda Lee Thomas, die geschiedene Gattin des Herausgebers der Zeitung „Morning Telegraph". Das junge Ehepaar wohnte in einem luxuriösen Appartement in der Rue Monsieur, und von hier aus begann Cole Porters Ruhm als der ausgelassenste Millionär-„Playboy" der verrückten Zwanzigerjahre .. . ganz Europa sprach von seinen glanzvollen Partys, insbesondere von jener, bei der er das ganze Ballett von Monte Carlo zu Gast hatte und nach der Vorstellung in einem langen Zug von Autos nach Monte Carlo zurückbringen ließ. 1923 mieteten die Porters den Palazzo Rezzonico in Venedig (wo Robert Browning gestorben war). Da gab es Feste, bei denen 50 Gondolieri als Lakaien auftraten, und andere, bei denen das extravagante junge Paar einen schwimmenden Night Club auf den Kanälen für eine Nacht bauen ließ. Und zwischen diesen tollen Pariser und Venezianer Festen gab es Weltreisen und Safaris in Afrika . . .

Aber die Musik blieb Cole Porter auch in diesen ausgelassenen Jugendjahren heilig. Er studierte in Paris an der Schola Cantorum bei dem gefürchteten Vincent d’Indy, der mit mönchischer Strenge über sein mystisch-ästhetisches Reich der Musik herrschte. D'Indy war äußerst verwundert, als er zu hören bekam, dass sein absonderlichster Schüler 1924 fünf Einlagen für die Broadway- Revue GREENWICH VILLA GE FOLLIES geschrieben hatte, deren beste von den Dolly Sisters kreiert wurde. Beim amerikanischen Publikum waren diese Lieder seiner „D'Indy-Zeit" nicht erfolgreich — sie galten als „zu hoch" . . .

Das Jahr 1928 brachte Cole Porters endgültige Rückkehr nach New York und seinen ersten unbestrittenen Broadway- Erfolg mit dem Musical PARIS. Cole Porter war im tiefsten Herzen Wahlpariser geworden und ein französisches Element sollte sein ganzes späteres Scharfen durchziehen. Als nun die kürzlich verstorbene Pariserin Irene Bordoni in Paris das Lied „Let's do it" vortrug, da hatte das Broadway-Publikum das erste jener unzähligen pikant-zweideutigen Colc-Porter-Lieder kennengelernt, die der berühmte Kritiker Cecil Smith so treffend als „vornehm unzüchtig" bezeichnet hat.

Nun war Cole Porters Ruhm endgültig begründet. In steilem Aufstieg eroberte er sieh nun scia von Jahr zu Jahr stets wachsendes Ansehen als Spitzenkomponist der leichten Musik Amerikas. Sein Privatleben aber, das so glanzvoll begonnen hatte, gestaltete sich immer tragischer. Seine Gattin Linda starb in jungen Jahren. Im Jahre 1937 stürzte er beim Reiten auf dem Gut der Gräfin di Zoppola auf Lang Island so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine brach. Dreißig Operationen erwiesen sich als notwendig, und der Komponist musste die beiden folgenden Jahre im Spital und die weiteren im Rollstuhl verbringen. Er konnte sich nur durch schwere schmerzstillende Mittel betäuben — und 21 Jahre nach dem Unfall, im Jahre 1958, musste endlich das rechte Bein amputiert werden.

Die Erinnerung an die 25 Cole-Porter- Musicals beschwört bei jedem Freund des amerikanischen Theaters die Erinnerung an unvergessliche Abende auf den Broadway-Bühnen. Viele der Stücke haben sich als Bühnenwerke nicht halten können, aber aus fast allen hat ein oder das andere Liedehen als „Evergreen" überlebt.

Nach der erwähnten Revue PARIS huldigte der Komponist im Jahre 1929 noch einmal seinem geliebten Frankreich mit der Revue FIFTY MILLION FRENCHMEN, in der das Lied „You do something to me" besonders einschlug. Im gleichen Jahre bezauberte die berühmte Tänzerin der Wiener Staatsoper, Tilly Losch, in WAKE UP AND DREAM. Einer der populärsten amerikanischen Komiker, Jimmy Durante (der Mann mit der größten Nase der Welt), feierte 1930 Triumphe in THE NEW YORKERS; das Lied „Love for sale" ist noch heute sehr beliebt, und ganz New York lächelte, wenn Cole Porter die Park Avenue als die Straße der „Good dogs and bad girls" („der feinen Hunde und der unfeinen Mädchen") bezeichnete. Im Jahre 1932 erschien dann im Ethel Barrymore Theatre von New York GAY DIVORCEE („Die lustige Geschiedene"), bei der im Rahmen einer Ehedreiecksposse in einem englischen Ozeanbadeort der unvergleichliche Fred Astaire mit seiner Partnerin Ciaire Luce „Night and Day" sang und tanzte: diese Melodie mit ihrem düsteren Schwermut, ihrer Chromatik und ihrem eigentümlichen Duktus — sie wird in hochorigineller Weise über 48 Takte ohne jede Phrasenwiederholung fortgesponnen — hat die Welt erobert.

Ethel Merman, heute noch immer einer der populärsten Stars des Broadway, erschien 1934 zum ersten Male in einem Cole-Porter- Musical: es war ANYTHING GOES. Die Story war eine amüsante Verwechslungskomödie auf der Überfahrt eines Luxusdampfers von New York nach Europa, und Ethel Merman brillierte in hinreißenden Songs wie „I get a kick out of you", „Blow Gabriel, blow" und dem Titellied. Die jung verstorbene, große englische Schauspielerin Gertrud Lawrence spielte 1933 in London die Hauptrolle in Cole Porters NYMPH ERRANT, wobei die später so gefeierte Tänzerin und Choreographin Agnes de Mille die Tänze gestaltet hatte. Und 1935 stand im zweiten Akt von JUBILEE (Premiere am Alvin Theatre von New York mit Montgomery Clift) unbemerkt und erfolglos bei der Premiere wieder eines jener weitausgeschwungenen, wiederholungslos auskomponierten Cole-Porter-Lieder: „Begin the Beguine". Ein unerbittlicher Beguine-Rhythmus weckt in der Erinnerung einer Frau das Gefühl einer längst tot geglaubten Liebe, die einst zu diesem Beguine-Rhythmus begonnen hatte. Erst zehn Jahre später wurde das Lied durch Radio und Platten ein Weltschlager.

„Kiss me, Kate", Julie Wilson (Bianca) und Marc Platt (Bill)

Mit der Erinnerung an LEAVE IT TO ME, zu dem das erfolgreiche Schriftstellerehepaar Samuel und Bella Spewack das Buch geschrieben hatte, verknüpft sich die Erinnerung an ein sensationelles Broadway-Debut. Victor Moore, Sophie Tucker und der junge Gene Kelly standen an jenem 9. November 1938 auf der Bühne des Imperialtheaters von New York und spielten die Satire auf den amerikanischen Gesandten in Russland, der lauter Fehler machen will, um bald wieder heimfahren zu können, der aber gerade duchi seine Fehler eine immer größere Karriere macht. Aber das Sensationsdebut des Abends war ein blutjunges Mädchen aus Texas: Mary Martin mit ihrem Lied „My heart bclongs to daddy". Ethel Merman war der Star der folgenden Cole-Porter-Shows: 1939 in DUBARRY WAS A LADY erschien sie neben Betty Grable im Petit Trianon Ludwigs XIV.' — 1940 in PANAMA HATTIE neben Betty Hutton im Rahmen einer Abenteuerstory um den Panamakanal - 1943 in SOMETHING FOR THE BOYS (produziert von Michael Todd) als Blitzmädchen auf einer Ranch in Texas.

Die Cole-Porter-Story ist auch reich an Kuriositäten. Da gab es 1944 die Revue SEVEN LIVELY ARTS mit Beatrice Lillic und Benny Goodman, für die der Producer Billy Rose einen Teil der Musik von Cole Porter und einen anderen Teil von . . . Igor Strawinsky komponieren ließ. Sie fiel bei 24 Dollar Entre und 350 000 Dollar Produktionskosten durch. Und dann Cole Porters zweiter Misserfolg in seinen reifen Jahren: AROUND THE WORLD nach Jules Verne, im Jahre 1946 produziert, inszeniert und gespielt von Orson Welles.

Das theatralische Hauptwerk des Komponisten ist fraglos KISS ME KATE. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1948 im Century Theatre von New York mit ALFRED DRAKE und PATRICIA MORISON statt, und das Stück wurde im ersten Lauf 1077mal ensuite gespielt. Nachher erschien es wieder auf dem Spielplan der City Center Opera von. New York und gehört heute zu den klassischen Werken des Theaters der leichten Musik. Es war in Europa beinahe überall von durchschlagendem Erfolg begleitet: an der Wiener Volksoper wird es nun bereits 6 Jahre lang, alternierend mit Verdi, Mozart und Johann Strauss, gespielt. Das Buch von Samuel und Bella Spewack bringt unendlich reizvolles Theater auf dem Theater: nämlich die Geschichte einer Vorstellung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung", die durch den Streit der Hauptdarsteller auf offener Bühne auseinanderzufallen droht. „Kiss mc, Kate" wurde auf deutschen Bühnen nicht immer richtig dargestellt: der Komponist wollte eine Musik scharfen, die ständig zwischen drei Ebenen pendelt: das Shakespeare-Stück ist in echtem, gehobenem Spielopernstil komponiert. Die verflochtene Liebesgeschichte zwischen dem Schauspielerehepaar Fred und Lilly ist dem Stil der Operette angenähert — das Bühnenpersonal, die Garderober und Bühnenarbeiter singen echten Jazz. In seiner reizvollen Mischung aus Realismus, Parodie und Literatur ist das Werk fraglos ein Spitzenwerk der Kunstgattung Musical geworden.

In seinen beiden letzten Musicals hat der Meister noch einmal seinem geliebten Paris gehuldigt: 1953 erschien CANCAN, eine Komödie aus dem Pariser Montmartre der Toulouse-Lautrec-Zeit, in der die Pariser Diseuse Lilo die bezaubernden Lieder „I love Paris" und „C'est magnifique" kreierte (892 Vorstellungen). Und im Jahre 1955 spielte Hildegard Knef in SILK STOCKINGS die aus dem Greta-GarLo-FÜm „Ninotschka" bekannte Geschichte der russischen Kommissarin in Paris, die die Mission hat, drei andere Kommissare zu überwachen, die ihrerseits einen russischen Komponisten „mit sanftem Nachdruck" zurück in die Altheimat führen sollen (477 Vorstellungen).

Zu den berühmtesten Cole-Porter-Filmen gehören: BORN TO DANCE, 1936, mit Eleanor Powell und James Stewart, ROSALE, 1937, mit Eleanor Powell und Nelson Eddy (daraus das reizende Titellied und „In the still of the night"), und in den letzten Jahren HIGH SOCIETY, 1956, mit Grace Kelly, Bing Crosby, Frank Sinatra und Louis Armstrong, und LES GIRLS, 1957, mit Gene Kelly und Kay Kendall. In Deutschland liefen auch die Verfilmungen der Musicals KISS ME KATE (mit Kathryn Grayson und Howard Keel), CANCAN (mit Shirley McLaine und Chevalier) und SILK STOCKINGS (Fred Astaire und Cyd Chansse) sowie die Verfilmung von Cole Porters Leben NIGHT AND DAY mit Cary Grant.

Seit über 30 Jahren gibt es Schallplatten aller Stars mit den großen Cole-Porter-Liedern: Bing Crosby, Frank Sinatra, Luis Manano, Josephine Baker, Eartha Kitt, Marlene Dietrich, Caterina Valente, Maurice Chevalier, Mario Lanza, Fred Astaire haben sie gesungen, und alle führenden Unterhaltungsorchester der Welt haben sie in unzähligen Arrangements aufgenommen.

Cole Porter ist ein echter Weltbürger von Geist, Witz, Kultur und großer Belesenheit. In den Tagen vollsten körperlichen Wohlbefindens galt er als einer der charmantesten und espritvollsten Hausherren der Welt. Seine musikalische Bildung ist gründlich, er spielt blendend Klavier, und die besten seiner eigenen Liedertexte wurden sogar ohne Musik als Bestandteil amerikanischer Lyrik veröffentlicht. Der amerikanische Schriftsteller Fred Launsbery hat Cole Porters Lyrik einmal „himmlische lyrische Teufeleien" genannt, „die von Gut zu Böse, von Verzweiflung zu Hoffnung, von Sarkasmus zu Aufrichtigkeit, von Zynismus zu Glauben schwingen". Am reizendsten erscheint er uns, wenn er Anspielungen auf Begriffe der Bildung zu entzückenden Zweideutigkeiten mit aparten Reimen vereint — etwa, wenn er in dem Lied „You're the top" („Du bist das Beste") aus ANYTHING GOES dieses „Beste" in Vergleichen zwischen der „Nation'I Gaü'ry" mit „Garbo's saFry" oder von „Infernos Dante" mit „the great Durante" oder gar von „the feet of Fred Astaire" mit „Camembert" sieht . . . Im Jahre 1960 war Cole Porter Gegenstand einer feierlichen und ungewöhnlichen Ehrung durch seine Stars und komponierenden Kollegen auf der Bühne der Metropolitan Opera von New York.

Und die großen Cole-Porter-Lieder sind heute nicht nur in Amerika und Europa, sondern sogar bei den Eskimos und den Negern von Zentralafrika populär. Alle Freunde des Meisters, zu denen ich mich mit Stolz zählen darf, hoffen, dass er bald wieder den seelischen Mut zu neuem Schaffen finden wird. Sie vertrauen fest darauf, dass er sein letztes Wort noch nicht gesprochen hat.

Das Musical, unseres Jahrhunderts Kind der leichten Muse, drängt mehr und mehr die ehrwürdige Operette in den Hintergrund. Jerome Kern, Cole Porter, Irving Berlin, George Gershwin erfreuen mit ihren Melodien und Rhythmen heute die Hörer, wie es Johann Strauß, Franz von Suppe, Emmerich Kaiman und Franz Lehar zu Zeiten unserer Väter und Großväter getan haben. Marcel Prawy, ein hervorragender Kenner des amerikanischen Musicals, wird für fono forum in mehreren Beiträgen die hervorragendsten und erfolgreichsten Komponisten dieses Genres vorstellen.

Seit dem triumphalen Erfolg seines Musicals KISS ME KATE auf den deutschen Bühnen ist Cole Porter beim deutschen Publikum der weitaus bekannteste Name unter allen amerikanischen Musical-Komponisten. Aber die berühmtesten der über 500 Songs, die der heute 68jährige Meister nach seinen eigenen Texten für 25 Musicals und 9 Filme komponiert hat, sind auch in Europa seit Jahren populär geworden: etwa das elegische „Night and Day" aus dem Musical THE GAY DIVORCEE („Die lustige Geschiedene", 1932) oder das erregende „Begin the Beginne" aus JUBILEE (1935). Auch in Amerika gilt Cole Porter, der heute als schwerkranker Mann im Wolkenkratzer des Waldorf-Astoria-Tower von New York lebt und in langen Jahren schwersten körperlichen und seelischen Leidens seine bezaubernd lächelnden Lieder geschrieben hat, als die vielleicht faszinierendste Erscheinung unter den Schöpfern des modernen Broadway-Theaters.

Cole Porter wurde am 9. Juni 1892 als Sohn eines reichen Farmers in dem Städtchen Peru im Staate Indiana des amerikanischen Mittelwestens geboren. Sein Großvater hatte sich mit dem Handel von Kohle und Holz ein Millionenvermögen geschaffen und mit der unanfechtbaren Autorität seines Bankkontos den Befehl gegeben, dass sein Enkel Jus studieren müsse. Aber der Junge zeigte schon in jüngsten Jahren ein beachtliches Talent für Musik: Seine Mutter, die — wie die Heldin seines berühmtesten Musicals — Kate hieß, lehrte ihn bereits mit sechs Jahren Violine und mit acht Jahren Klavier. Er war erst zehn Jahre alt, als er eine kleine Operette dichtete und komponierte — und der kleine Konzertwalzer „Bobolink", den er mit 8 Jahren geschrieben hatte, wurde 1902 in Chikago veröffentlicht.

Um die klingende Harmonie der Aussicht auf das großväterliche Erbteil nicht zu trüben, trat er als Student der Rechte und Fremdsprachen in die Worcester Academy of Massachusetts ein und setzte dann diese Studien an der berühmten Yale Universität fort. Während seiner Studienjahre dichtete und komponierte er Studenten-Revuen, leitete den Studentenchor und schrieb zwei Studentenlieder, die noch bis heute der Stolz der Yale-Universität geblieben sind: „Birtgo Eli Yale" (1910) und „Bull Dog" (1911). Im Jahre 1913 wechselte er zur Harvard- Universität von Boston. Nachdem nun der millionenschwere Großvater endlich der Künstlerkarriere seines Enkels zugestimmt hatte, wählte Cole sofort Musik als Hauptfach. In seinen Harvard-Jahren schrieb er wieder eine kleine musikalische Komödie, etwa im Stile der englischen Operetten von Gilbert und Sulhvan, die von der Studentenschaft enthusiastisch bejubelt wurde.

„Kiss me, Kate", Alfred Drake als Petrucchio in der Uraufführung

Am 28. März 1916 erschien im Maxine Elüott Theatre von New York sein erstes abendfüllendes Stück: SEE AMERICA FIRST, mit Clifton Webb in der Hauptrolle. Es war ein Durchfall und wurde nach 15 Vorstellungen abgesetzt. Der 23 jährige Komponist nahm sich diesen Misserfolg so zu Herzen, dass er Amerika verließ und sich als Freiwilliger bei der französischen Fremdenlegion in Nordafrika meldete. Die überlebenden Kameraden dieses Jahrgangs erinnern sich noch sehr gut an den jungen Cole Porter, der auf Märschen in der Wüste oft unter dem Rucksack sein Pianino auf dem Rücken schleppte und allabendlich seine neuesten Lieder im Zeltlager vortrug. Die französische Regierung hat ihn später mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet. Nach dem Kriegseintritt Amerikas im Jahre 1917 kam er in die französische Offiziers-Schule von Fontainebleau und unterrichtete dort die amerikanischen Soldaten in der Struktur französischer Waffen.

Nach dem Waffenstillstand fuhr Cole Porter zurück nach USA und lernte auf der Überfahrt den Producer und Schauspieler Raymond Hitchcock kennen. Hitchcock lud ihn ein, für seine Revue HITCHY-KOO einige Einlagen zu schreiben. Bei der Premiere im Oktober 1919 in New York erwies sich das Lied „Old-fashioned Garden" als der erste Cole-Porter-Schlager.

Im gleichen Jahr ging er wieder nach-Paris und heiratete dort die Amerikanerin Linda Lee Thomas, die geschiedene Gattin des Herausgebers der Zeitung „Morning Telegraph". Das junge Ehepaar wohnte in einem luxuriösen Appartement in der Rue Monsieur, und von hier aus begann Cole Porters Ruhm als der ausgelassenste Millionär-„Playboy" der verrückten Zwanzigerjahre .. . ganz Europa sprach von seinen glanzvollen Partys, insbesondere von jener, bei der er das ganze Ballett von Monte Carlo zu Gast hatte und nach der Vorstellung in einem langen Zug von Autos nach Monte Carlo zurückbringen ließ. 1923 mieteten die Porters den Palazzo Rezzonico in Venedig (wo Robert Browning gestorben war). Da gab es Feste, bei denen 50 Gondolieri als Lakaien auftraten, und andere, bei denen das extravagante junge Paar einen schwimmenden Night Club auf den Kanälen für eine Nacht bauen ließ. Und zwischen diesen tollen Pariser und Venezianer Festen gab es Weltreisen und Safaris in Afrika . . .

Aber die Musik blieb Cole Porter auch in diesen ausgelassenen Jugendjahren heilig. Er studierte in Paris an der Schola Cantorum bei dem gefürchteten Vincent d’Indy, der mit mönchischer Strenge über sein mystisch-ästhetisches Reich der Musik herrschte. D'Indy war äußerst verwundert, als er zu hören bekam, dass sein absonderlichster Schüler 1924 fünf Einlagen für die Broadway- Revue GREENWICH VILLA GE FOLLIES geschrieben hatte, deren beste von den Dolly Sisters kreiert wurde. Beim amerikanischen Publikum waren diese Lieder seiner „D'Indy-Zeit" nicht erfolgreich — sie galten als „zu hoch" . . .

Das Jahr 1928 brachte Cole Porters endgültige Rückkehr nach New York und seinen ersten unbestrittenen Broadway- Erfolg mit dem Musical PARIS. Cole Porter war im tiefsten Herzen Wahlpariser geworden und ein französisches Element sollte sein ganzes späteres Scharfen durchziehen. Als nun die kürzlich verstorbene Pariserin Irene Bordoni in Paris das Lied „Let's do it" vortrug, da hatte das Broadway-Publikum das erste jener unzähligen pikant-zweideutigen Colc-Porter-Lieder kennengelernt, die der berühmte Kritiker Cecil Smith so treffend als „vornehm unzüchtig" bezeichnet hat.

Nun war Cole Porters Ruhm endgültig begründet. In steilem Aufstieg eroberte er sieh nun scia von Jahr zu Jahr stets wachsendes Ansehen als Spitzenkomponist der leichten Musik Amerikas. Sein Privatleben aber, das so glanzvoll begonnen hatte, gestaltete sich immer tragischer. Seine Gattin Linda starb in jungen Jahren. Im Jahre 1937 stürzte er beim Reiten auf dem Gut der Gräfin di Zoppola auf Lang Island so unglücklich vom Pferd, dass er sich beide Beine brach. Dreißig Operationen erwiesen sich als notwendig, und der Komponist musste die beiden folgenden Jahre im Spital und die weiteren im Rollstuhl verbringen. Er konnte sich nur durch schwere schmerzstillende Mittel betäuben — und 21 Jahre nach dem Unfall, im Jahre 1958, musste endlich das rechte Bein amputiert werden.

Die Erinnerung an die 25 Cole-Porter- Musicals beschwört bei jedem Freund des amerikanischen Theaters die Erinnerung an unvergessliche Abende auf den Broadway-Bühnen. Viele der Stücke haben sich als Bühnenwerke nicht halten können, aber aus fast allen hat ein oder das andere Liedehen als „Evergreen" überlebt.

Nach der erwähnten Revue PARIS huldigte der Komponist im Jahre 1929 noch einmal seinem geliebten Frankreich mit der Revue FIFTY MILLION FRENCHMEN, in der das Lied „You do something to me" besonders einschlug. Im gleichen Jahre bezauberte die berühmte Tänzerin der Wiener Staatsoper, Tilly Losch, in WAKE UP AND DREAM. Einer der populärsten amerikanischen Komiker, Jimmy Durante (der Mann mit der größten Nase der Welt), feierte 1930 Triumphe in THE NEW YORKERS; das Lied „Love for sale" ist noch heute sehr beliebt, und ganz New York lächelte, wenn Cole Porter die Park Avenue als die Straße der „Good dogs and bad girls" („der feinen Hunde und der unfeinen Mädchen") bezeichnete. Im Jahre 1932 erschien dann im Ethel Barrymore Theatre von New York GAY DIVORCEE („Die lustige Geschiedene"), bei der im Rahmen einer Ehedreiecksposse in einem englischen Ozeanbadeort der unvergleichliche Fred Astaire mit seiner Partnerin Ciaire Luce „Night and Day" sang und tanzte: diese Melodie mit ihrem düsteren Schwermut, ihrer Chromatik und ihrem eigentümlichen Duktus — sie wird in hochorigineller Weise über 48 Takte ohne jede Phrasenwiederholung fortgesponnen — hat die Welt erobert.

Ethel Merman, heute noch immer einer der populärsten Stars des Broadway, erschien 1934 zum ersten Male in einem Cole-Porter- Musical: es war ANYTHING GOES. Die Story war eine amüsante Verwechslungskomödie auf der Überfahrt eines Luxusdampfers von New York nach Europa, und Ethel Merman brillierte in hinreißenden Songs wie „I get a kick out of you", „Blow Gabriel, blow" und dem Titellied. Die jung verstorbene, große englische Schauspielerin Gertrud Lawrence spielte 1933 in London die Hauptrolle in Cole Porters NYMPH ERRANT, wobei die später so gefeierte Tänzerin und Choreographin Agnes de Mille die Tänze gestaltet hatte. Und 1935 stand im zweiten Akt von JUBILEE (Premiere am Alvin Theatre von New York mit Montgomery Clift) unbemerkt und erfolglos bei der Premiere wieder eines jener weitausgeschwungenen, wiederholungslos auskomponierten Cole-Porter-Lieder: „Begin the Beguine". Ein unerbittlicher Beguine-Rhythmus weckt in der Erinnerung einer Frau das Gefühl einer längst tot geglaubten Liebe, die einst zu diesem Beguine-Rhythmus begonnen hatte. Erst zehn Jahre später wurde das Lied durch Radio und Platten ein Weltschlager.

„Kiss me, Kate", Julie Wilson (Bianca) und Marc Platt (Bill)

Mit der Erinnerung an LEAVE IT TO ME, zu dem das erfolgreiche Schriftstellerehepaar Samuel und Bella Spewack das Buch geschrieben hatte, verknüpft sich die Erinnerung an ein sensationelles Broadway-Debut. Victor Moore, Sophie Tucker und der junge Gene Kelly standen an jenem 9. November 1938 auf der Bühne des Imperialtheaters von New York und spielten die Satire auf den amerikanischen Gesandten in Russland, der lauter Fehler machen will, um bald wieder heimfahren zu können, der aber gerade duchi seine Fehler eine immer größere Karriere macht. Aber das Sensationsdebut des Abends war ein blutjunges Mädchen aus Texas: Mary Martin mit ihrem Lied „My heart bclongs to daddy". Ethel Merman war der Star der folgenden Cole-Porter-Shows: 1939 in DUBARRY WAS A LADY erschien sie neben Betty Grable im Petit Trianon Ludwigs XIV.' — 1940 in PANAMA HATTIE neben Betty Hutton im Rahmen einer Abenteuerstory um den Panamakanal - 1943 in SOMETHING FOR THE BOYS (produziert von Michael Todd) als Blitzmädchen auf einer Ranch in Texas.

Die Cole-Porter-Story ist auch reich an Kuriositäten. Da gab es 1944 die Revue SEVEN LIVELY ARTS mit Beatrice Lillic und Benny Goodman, für die der Producer Billy Rose einen Teil der Musik von Cole Porter und einen anderen Teil von . . . Igor Strawinsky komponieren ließ. Sie fiel bei 24 Dollar Entre und 350 000 Dollar Produktionskosten durch. Und dann Cole Porters zweiter Misserfolg in seinen reifen Jahren: AROUND THE WORLD nach Jules Verne, im Jahre 1946 produziert, inszeniert und gespielt von Orson Welles.

Das theatralische Hauptwerk des Komponisten ist fraglos KISS ME KATE. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1948 im Century Theatre von New York mit ALFRED DRAKE und PATRICIA MORISON statt, und das Stück wurde im ersten Lauf 1077mal ensuite gespielt. Nachher erschien es wieder auf dem Spielplan der City Center Opera von. New York und gehört heute zu den klassischen Werken des Theaters der leichten Musik. Es war in Europa beinahe überall von durchschlagendem Erfolg begleitet: an der Wiener Volksoper wird es nun bereits 6 Jahre lang, alternierend mit Verdi, Mozart und Johann Strauss, gespielt. Das Buch von Samuel und Bella Spewack bringt unendlich reizvolles Theater auf dem Theater: nämlich die Geschichte einer Vorstellung von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung", die durch den Streit der Hauptdarsteller auf offener Bühne auseinanderzufallen droht. „Kiss mc, Kate" wurde auf deutschen Bühnen nicht immer richtig dargestellt: der Komponist wollte eine Musik scharfen, die ständig zwischen drei Ebenen pendelt: das Shakespeare-Stück ist in echtem, gehobenem Spielopernstil komponiert. Die verflochtene Liebesgeschichte zwischen dem Schauspielerehepaar Fred und Lilly ist dem Stil der Operette angenähert — das Bühnenpersonal, die Garderober und Bühnenarbeiter singen echten Jazz. In seiner reizvollen Mischung aus Realismus, Parodie und Literatur ist das Werk fraglos ein Spitzenwerk der Kunstgattung Musical geworden.

In seinen beiden letzten Musicals hat der Meister noch einmal seinem geliebten Paris gehuldigt: 1953 erschien CANCAN, eine Komödie aus dem Pariser Montmartre der Toulouse-Lautrec-Zeit, in der die Pariser Diseuse Lilo die bezaubernden Lieder „I love Paris" und „C'est magnifique" kreierte (892 Vorstellungen). Und im Jahre 1955 spielte Hildegard Knef in SILK STOCKINGS die aus dem Greta-GarLo-FÜm „Ninotschka" bekannte Geschichte der russischen Kommissarin in Paris, die die Mission hat, drei andere Kommissare zu überwachen, die ihrerseits einen russischen Komponisten „mit sanftem Nachdruck" zurück in die Altheimat führen sollen (477 Vorstellungen).

Zu den berühmtesten Cole-Porter-Filmen gehören: BORN TO DANCE, 1936, mit Eleanor Powell und James Stewart, ROSALE, 1937, mit Eleanor Powell und Nelson Eddy (daraus das reizende Titellied und „In the still of the night"), und in den letzten Jahren HIGH SOCIETY, 1956, mit Grace Kelly, Bing Crosby, Frank Sinatra und Louis Armstrong, und LES GIRLS, 1957, mit Gene Kelly und Kay Kendall. In Deutschland liefen auch die Verfilmungen der Musicals KISS ME KATE (mit Kathryn Grayson und Howard Keel), CANCAN (mit Shirley McLaine und Chevalier) und SILK STOCKINGS (Fred Astaire und Cyd Chansse) sowie die Verfilmung von Cole Porters Leben NIGHT AND DAY mit Cary Grant.

Seit über 30 Jahren gibt es Schallplatten aller Stars mit den großen Cole-Porter-Liedern: Bing Crosby, Frank Sinatra, Luis Manano, Josephine Baker, Eartha Kitt, Marlene Dietrich, Caterina Valente, Maurice Chevalier, Mario Lanza, Fred Astaire haben sie gesungen, und alle führenden Unterhaltungsorchester der Welt haben sie in unzähligen Arrangements aufgenommen.

Cole Porter ist ein echter Weltbürger von Geist, Witz, Kultur und großer Belesenheit. In den Tagen vollsten körperlichen Wohlbefindens galt er als einer der charmantesten und espritvollsten Hausherren der Welt. Seine musikalische Bildung ist gründlich, er spielt blendend Klavier, und die besten seiner eigenen Liedertexte wurden sogar ohne Musik als Bestandteil amerikanischer Lyrik veröffentlicht. Der amerikanische Schriftsteller Fred Launsbery hat Cole Porters Lyrik einmal „himmlische lyrische Teufeleien" genannt, „die von Gut zu Böse, von Verzweiflung zu Hoffnung, von Sarkasmus zu Aufrichtigkeit, von Zynismus zu Glauben schwingen". Am reizendsten erscheint er uns, wenn er Anspielungen auf Begriffe der Bildung zu entzückenden Zweideutigkeiten mit aparten Reimen vereint — etwa, wenn er in dem Lied „You're the top" („Du bist das Beste") aus ANYTHING GOES dieses „Beste" in Vergleichen zwischen der „Nation'I Gaü'ry" mit „Garbo's saFry" oder von „Infernos Dante" mit „the great Durante" oder gar von „the feet of Fred Astaire" mit „Camembert" sieht . . . Im Jahre 1960 war Cole Porter Gegenstand einer feierlichen und ungewöhnlichen Ehrung durch seine Stars und komponierenden Kollegen auf der Bühne der Metropolitan Opera von New York.

Und die großen Cole-Porter-Lieder sind heute nicht nur in Amerika und Europa, sondern sogar bei den Eskimos und den Negern von Zentralafrika populär. Alle Freunde des Meisters, zu denen ich mich mit Stolz zählen darf, hoffen, dass er bald wieder den seelischen Mut zu neuem Schaffen finden wird. Sie vertrauen fest darauf, dass er sein letztes Wort noch nicht gesprochen hat.