Jazz Forum

„Ich bin immer wachsam“

Von
Hans-Jürgen Schaal
Erschienen in der Printausgabe im
November 2024
Lesezeit ca.
Minuten
Foto: Corinne Hächler
Foto: Corinne Hächler

Viele halten Nils Wogram für den künstlerisch interessantesten Posaunisten der Jazzgeschichte. Oft heißt es, seine besondere Virtuosität am Instrument verdanke sich einer gründlichen klassischen Ausbildung. Doch Wogram stellt richtig: „Mein erster Posaunenlehrer war zwar ein klassischer Bassposaunist – davon profitiere ich auch heute noch. Aber ich war eigentlich nie ein klassischer Posaunist. Auch wenn ich im Jugendalter bei ‚Jugend musiziert‘ mitgemacht habe, habe ich doch immer gespürt, dass mein Herz für den Jazz schlägt.“ Jazz authentisch zu spielen, mit hoher musikalischer Qualität und vielen innovativen Ideen – darum hat sich Nils Wogram immer bemüht. Bloße Virtuosität am Instrument ist ihm dagegen eher suspekt. „Wenn jemand einfach nur toll Posaune spielt, aber die musikalische Originalität fehlt, interessiert das eigentlich nur die Posaunen-Nerds. Das ist etwas, das ich immer vermeiden wollte: Posaunenmusik nur für andere Posaunisten zu machen. Diese ‚Posaunen-Heroes‘ befinden sich in einer merkwürdigen Bubble.“

Er will echten Jazz mit Melodie und Swing, aber auch Raffinesse und harmonische  Erweiterung

Der gebürtige Braunschweiger, der seit vielen Jahren in der Schweiz lebt, hat als Bandleader oder Ko-Leader rund vierzig Alben veröffentlicht – und ist auf unzähligen weiteren als Sideman zu hören. Auch wenn es in seiner Musik nicht jedes Mal ums Äußerste geht, um vertrackte Polyfonie oder Mikroton-Experimente – Wogram hat es sich nie leicht gemacht. Denn er wollte immer beides: echten Jazz mit Melodie und Swing, aber auch Avantgardismus, Raffinesse, formale und harmonische Erweiterung. Eine Kombination, die gerade bei Posaunisten selten ist. Die „flüssigen“ Improvisatoren (wie einst J. J. Johnson oder Jimmy Knepper) spielen einen eher „traditionellen“ Modern Jazz. Die Sound-Avantgardisten dagegen (wie Ray Anderson oder Roswell Rudd) können „nicht wirklich Jazz-Lines spielen“, sagt Wogram. „Ich wollte dagegen immer die klangliche Palette der Posaune voll ausnutzen, aber auch das flüssige Spiel der Bebop-Posaunisten beherrschen. Und ich wollte eine erweiterte harmonische und melodische Sprache verinnerlichen.“

Kein Wunder, dass Albert Mangelsdorff (1928-2005) für Wogram ein ganz wichtiges Vorbild war – der Ausnahmeposaunist, der sich stilistisch ein Leben lang weiterentwickelt hat und zur Symbolfigur des deutschen Jazz wurde. „Er ist einer der ganz wenigen Posaunisten, die auf elegante Weise Tradition und Avantgarde verbunden haben“, sagt Wogram. „Er hat bahnbrechende Alben aufgenommen, die mich sehr inspiriert haben – am meisten wahrscheinlich das Soloalbum ‚Trombirds‘ und das Live-Album ‚Trilogue‘.“ Eine wichtige Inspiration für Wogram war auch Conrad Herwig, bei dem er Anfang der 90er Jahre in New York studierte. „Er war einer der Ersten, die so richtig schnell spielen konnten und auch harmonisch-melodisch nach Erweiterungen gesucht haben. Auf meinem Demotape von damals klinge ich schon sehr stark nach ihm – das habe ich später aber abgelegt.“

Das Vertigo Trombone Quartet: Nils Wogram, Andreas Tschopp, Bernhard Bamert und Jan Schreiber (v. l. n. r.). Foto: Lena Gansmann

Es darf komplex sein

Gute, aufregende Musik machen: Darum geht es Nils Wogram. Von Anfang an, seit seinem Debütalbum vor dreißig Jahren, hat er das Publikum durch seine komplexen Spielkonzepte verblüfft. Als Komponist kennt er viele anspruchsvolle Einflüsse. Aus dem Jazz nennt er zum Beispiel Charles Mingus, aus der Klassik: Alban Berg, aus der Rockmusik: Frank Zappa, aus dem Pop: Björk, aus der Worldmusic: die Balkan-Folklore. „Das Ding ist, dass all diese Musik in meinem Kopf und in meinen Ohren ist – und dass diese Einflüsse beim Komponieren irgendwie durch meinen Filter gehen und in anderer Form wieder auftauchen.“ Für den „Output“ hält Wogram seit Jahren verschiedene Bandprojekte am Laufen, abwechselnd oder nebeneinander – etwa das Trio Nostalgia (mit Hammondorgel und Schlagzeug), das Nils Wogram Sextet (mit vier weiteren Bläsern) und das Vertigo Trombone Quartet (mit drei Posaunenkollegen). Auch zusammen mit der NDR Bigband oder im Duo mit dem Pianisten Simon Nabatov hat er bereits mehrere Alben veröffentlicht.

Seine dauerhafteste Band ist Root 70 – das Quartett besteht seit bald 25 Jahren mit unverändertem Personal. Alle vier Musiker sind in den 70er Jahren geboren, daher der Name der Band. „Ich hatte eine Sehnsucht danach, mit Leuten zu arbeiten, die ungefähr mein Alter haben – und die genauso unbekannt oder bekannt
waren wie ich. Leute, die ähnliche musikalische und teilweise sogar gemeinsame persönliche Wurzeln haben. So sind Hayden Chisholm [Saxofon] und Matt Penman [Bass] beide aus Neuseeland und kennen sich seit der Jugendzeit. Hayden, Jochen Rückert [Schlagzeug] und ich haben alle gleichzeitig in Köln studiert. Diese Homogenität strebte ich an und versprach mir davon ein tieferes musikalisches ‚Erlebnis‘.“ Außerdem mochte Wogram im Bandnamen Root 70 die mathematische Anmutung – schließlich sollte es um „komplexe Musik“ gehen. Beim Komponieren sehe er die Bandkollegen, für die er schreibt, immer deutlich vor sich, sagt er. „Ich bin immer wachsam und konzentriert darauf, was die Musiker antreibt und begeistert und was im Zusammenspiel besonders gut klingt. Ich arbeite nie gegen die Bedürfnisse oder Fähigkeiten meiner Mitmusiker.“

Posaunisten können alles

Seine jüngste Veröffentlichung heißt „Openness“ und ist das dritte Album mit dem Vertigo Trombone Quartet, einer reinen Posaunenformation zwischen Jazz, Kammermusik und Folklore. Es erscheint genau zehn Jahre nach dem Debütalbum und bekam daher auch ein wenig den Charakter einer ausgelassenen Jubiläumsfeier. Wogram schätzt besonders die freundschaftliche Stimmung innerhalb der Band, in der alle vier Musiker gleichberechtigt sind. „Die meisten Posaunisten, die ich kenne, sind nette, unkomplizierte und gesellige Menschen. Sie können sich auch mal zurücknehmen und Platz lassen für die Ideen der anderen. Dieses Quartett entstand aus der reinen Lust am Spielen. Alle meine Bands haben einen guten Ensemblegeist, aber bei Vertigo ist der noch besonders ausgeprägt. Verbissen wird es eigentlich nie, und auf Tour können wir auch schwierige Situationen mit Humor nehmen.“

„Mit der Posaune ist es möglich, als Solist und als Begleiter zu fungieren.“

Der Spaß ist freilich nicht alles. Das Vertigo Trombone Quartet bietet Bläserkunst von hoher Virtuosität und ist eine Werbung für das vielseitige Instrument, das so häufig als schwerfällig und sperrig abgetan wird. „Mit der Posaune ist es möglich, als Solist und als Begleiter zu fungieren“, sagt Wogram. „Wir wollen im Quartett auch eine ‚groovy‘ Rhythm Section sein oder ein homogener Chor. In dieser A-cappella-Besetzung müssen wir alle Rollen spielen: Bass, Schlagzeug, Harmonieinstrument. Das ist eine enorme Herausforderung, aber auch der besondere Reiz daran. Wir sind angetreten, das Image der Posaune aufzupolieren und die Liebe zu diesem Sound zu vermitteln.“ 

Auch wenn das Vertigo Trombone Quartet ein Kollektiv ist, bei dem jeder seine Ideen und Kompositionen einbringt, profitiert die Band natürlich von Nils Wograms großer Erfahrung und seiner Vernetzung in der Szene. Seit Jahren leitet er sein eigenes Label NWOG Records und veröffentlicht darauf die Alben aller „seiner“ Bands – auch die des „Vertigo“. Bevor er die Firma gründete, hatte sich Wogram die Realität der selbstvermarktenden Musiker im Jazz genau angesehen. Ihm war klar: „Entweder die Leute kümmern sich zu viel ums Label – und ihre Musik wird schlechter. Oder sie kümmern sich zu wenig – und die Alben bleiben unbekannt.“ Deshalb traf er die Entscheidung, wichtige Arbeitsabläufe – Labelleitung, Promotion, Grafik – in die Hände von Profis zu legen. „Seitdem ich ein eigenes Label habe, kann ich viel kontinuierlicher arbeiten. Ich kann lange im Voraus planen und Dinge nach meinen Vorstellungen lenken. Früher war ich gegenüber Labels gefühlt in einer Bittsteller-Position. Ich musste oft lange auf Antworten und Entscheidungen warten, bevor ich weitermachen konnte. Das ist jetzt anders – und ich genieße diese Freiheit und Unabhängigkeit sehr.“

Viele halten Nils Wogram für den künstlerisch interessantesten Posaunisten der Jazzgeschichte. Oft heißt es, seine besondere Virtuosität am Instrument verdanke sich einer gründlichen klassischen Ausbildung. Doch Wogram stellt richtig: „Mein erster Posaunenlehrer war zwar ein klassischer Bassposaunist – davon profitiere ich auch heute noch. Aber ich war eigentlich nie ein klassischer Posaunist. Auch wenn ich im Jugendalter bei ‚Jugend musiziert‘ mitgemacht habe, habe ich doch immer gespürt, dass mein Herz für den Jazz schlägt.“ Jazz authentisch zu spielen, mit hoher musikalischer Qualität und vielen innovativen Ideen – darum hat sich Nils Wogram immer bemüht. Bloße Virtuosität am Instrument ist ihm dagegen eher suspekt. „Wenn jemand einfach nur toll Posaune spielt, aber die musikalische Originalität fehlt, interessiert das eigentlich nur die Posaunen-Nerds. Das ist etwas, das ich immer vermeiden wollte: Posaunenmusik nur für andere Posaunisten zu machen. Diese ‚Posaunen-Heroes‘ befinden sich in einer merkwürdigen Bubble.“

Er will echten Jazz mit Melodie und Swing, aber auch Raffinesse und harmonische  Erweiterung

Der gebürtige Braunschweiger, der seit vielen Jahren in der Schweiz lebt, hat als Bandleader oder Ko-Leader rund vierzig Alben veröffentlicht – und ist auf unzähligen weiteren als Sideman zu hören. Auch wenn es in seiner Musik nicht jedes Mal ums Äußerste geht, um vertrackte Polyfonie oder Mikroton-Experimente – Wogram hat es sich nie leicht gemacht. Denn er wollte immer beides: echten Jazz mit Melodie und Swing, aber auch Avantgardismus, Raffinesse, formale und harmonische Erweiterung. Eine Kombination, die gerade bei Posaunisten selten ist. Die „flüssigen“ Improvisatoren (wie einst J. J. Johnson oder Jimmy Knepper) spielen einen eher „traditionellen“ Modern Jazz. Die Sound-Avantgardisten dagegen (wie Ray Anderson oder Roswell Rudd) können „nicht wirklich Jazz-Lines spielen“, sagt Wogram. „Ich wollte dagegen immer die klangliche Palette der Posaune voll ausnutzen, aber auch das flüssige Spiel der Bebop-Posaunisten beherrschen. Und ich wollte eine erweiterte harmonische und melodische Sprache verinnerlichen.“

Kein Wunder, dass Albert Mangelsdorff (1928-2005) für Wogram ein ganz wichtiges Vorbild war – der Ausnahmeposaunist, der sich stilistisch ein Leben lang weiterentwickelt hat und zur Symbolfigur des deutschen Jazz wurde. „Er ist einer der ganz wenigen Posaunisten, die auf elegante Weise Tradition und Avantgarde verbunden haben“, sagt Wogram. „Er hat bahnbrechende Alben aufgenommen, die mich sehr inspiriert haben – am meisten wahrscheinlich das Soloalbum ‚Trombirds‘ und das Live-Album ‚Trilogue‘.“ Eine wichtige Inspiration für Wogram war auch Conrad Herwig, bei dem er Anfang der 90er Jahre in New York studierte. „Er war einer der Ersten, die so richtig schnell spielen konnten und auch harmonisch-melodisch nach Erweiterungen gesucht haben. Auf meinem Demotape von damals klinge ich schon sehr stark nach ihm – das habe ich später aber abgelegt.“

Das Vertigo Trombone Quartet: Nils Wogram, Andreas Tschopp, Bernhard Bamert und Jan Schreiber (v. l. n. r.). Foto: Lena Gansmann

Es darf komplex sein

Gute, aufregende Musik machen: Darum geht es Nils Wogram. Von Anfang an, seit seinem Debütalbum vor dreißig Jahren, hat er das Publikum durch seine komplexen Spielkonzepte verblüfft. Als Komponist kennt er viele anspruchsvolle Einflüsse. Aus dem Jazz nennt er zum Beispiel Charles Mingus, aus der Klassik: Alban Berg, aus der Rockmusik: Frank Zappa, aus dem Pop: Björk, aus der Worldmusic: die Balkan-Folklore. „Das Ding ist, dass all diese Musik in meinem Kopf und in meinen Ohren ist – und dass diese Einflüsse beim Komponieren irgendwie durch meinen Filter gehen und in anderer Form wieder auftauchen.“ Für den „Output“ hält Wogram seit Jahren verschiedene Bandprojekte am Laufen, abwechselnd oder nebeneinander – etwa das Trio Nostalgia (mit Hammondorgel und Schlagzeug), das Nils Wogram Sextet (mit vier weiteren Bläsern) und das Vertigo Trombone Quartet (mit drei Posaunenkollegen). Auch zusammen mit der NDR Bigband oder im Duo mit dem Pianisten Simon Nabatov hat er bereits mehrere Alben veröffentlicht.

Seine dauerhafteste Band ist Root 70 – das Quartett besteht seit bald 25 Jahren mit unverändertem Personal. Alle vier Musiker sind in den 70er Jahren geboren, daher der Name der Band. „Ich hatte eine Sehnsucht danach, mit Leuten zu arbeiten, die ungefähr mein Alter haben – und die genauso unbekannt oder bekannt
waren wie ich. Leute, die ähnliche musikalische und teilweise sogar gemeinsame persönliche Wurzeln haben. So sind Hayden Chisholm [Saxofon] und Matt Penman [Bass] beide aus Neuseeland und kennen sich seit der Jugendzeit. Hayden, Jochen Rückert [Schlagzeug] und ich haben alle gleichzeitig in Köln studiert. Diese Homogenität strebte ich an und versprach mir davon ein tieferes musikalisches ‚Erlebnis‘.“ Außerdem mochte Wogram im Bandnamen Root 70 die mathematische Anmutung – schließlich sollte es um „komplexe Musik“ gehen. Beim Komponieren sehe er die Bandkollegen, für die er schreibt, immer deutlich vor sich, sagt er. „Ich bin immer wachsam und konzentriert darauf, was die Musiker antreibt und begeistert und was im Zusammenspiel besonders gut klingt. Ich arbeite nie gegen die Bedürfnisse oder Fähigkeiten meiner Mitmusiker.“

Posaunisten können alles

Seine jüngste Veröffentlichung heißt „Openness“ und ist das dritte Album mit dem Vertigo Trombone Quartet, einer reinen Posaunenformation zwischen Jazz, Kammermusik und Folklore. Es erscheint genau zehn Jahre nach dem Debütalbum und bekam daher auch ein wenig den Charakter einer ausgelassenen Jubiläumsfeier. Wogram schätzt besonders die freundschaftliche Stimmung innerhalb der Band, in der alle vier Musiker gleichberechtigt sind. „Die meisten Posaunisten, die ich kenne, sind nette, unkomplizierte und gesellige Menschen. Sie können sich auch mal zurücknehmen und Platz lassen für die Ideen der anderen. Dieses Quartett entstand aus der reinen Lust am Spielen. Alle meine Bands haben einen guten Ensemblegeist, aber bei Vertigo ist der noch besonders ausgeprägt. Verbissen wird es eigentlich nie, und auf Tour können wir auch schwierige Situationen mit Humor nehmen.“

„Mit der Posaune ist es möglich, als Solist und als Begleiter zu fungieren.“

Der Spaß ist freilich nicht alles. Das Vertigo Trombone Quartet bietet Bläserkunst von hoher Virtuosität und ist eine Werbung für das vielseitige Instrument, das so häufig als schwerfällig und sperrig abgetan wird. „Mit der Posaune ist es möglich, als Solist und als Begleiter zu fungieren“, sagt Wogram. „Wir wollen im Quartett auch eine ‚groovy‘ Rhythm Section sein oder ein homogener Chor. In dieser A-cappella-Besetzung müssen wir alle Rollen spielen: Bass, Schlagzeug, Harmonieinstrument. Das ist eine enorme Herausforderung, aber auch der besondere Reiz daran. Wir sind angetreten, das Image der Posaune aufzupolieren und die Liebe zu diesem Sound zu vermitteln.“ 

Auch wenn das Vertigo Trombone Quartet ein Kollektiv ist, bei dem jeder seine Ideen und Kompositionen einbringt, profitiert die Band natürlich von Nils Wograms großer Erfahrung und seiner Vernetzung in der Szene. Seit Jahren leitet er sein eigenes Label NWOG Records und veröffentlicht darauf die Alben aller „seiner“ Bands – auch die des „Vertigo“. Bevor er die Firma gründete, hatte sich Wogram die Realität der selbstvermarktenden Musiker im Jazz genau angesehen. Ihm war klar: „Entweder die Leute kümmern sich zu viel ums Label – und ihre Musik wird schlechter. Oder sie kümmern sich zu wenig – und die Alben bleiben unbekannt.“ Deshalb traf er die Entscheidung, wichtige Arbeitsabläufe – Labelleitung, Promotion, Grafik – in die Hände von Profis zu legen. „Seitdem ich ein eigenes Label habe, kann ich viel kontinuierlicher arbeiten. Ich kann lange im Voraus planen und Dinge nach meinen Vorstellungen lenken. Früher war ich gegenüber Labels gefühlt in einer Bittsteller-Position. Ich musste oft lange auf Antworten und Entscheidungen warten, bevor ich weitermachen konnte. Das ist jetzt anders – und ich genieße diese Freiheit und Unabhängigkeit sehr.“