Beethoven und die Vicomtesse de Grandval
Der Palazzetto Bru Zane in Venedig wartet mit zwei spannenden Zyklen auf

Ausgerechnet nach Venedig führt die Reise, wenn man sich besonders intensiv mit französischer Romantik beschäftigen will. Seit 2009 residiert der Palazzetto Bru Zane im ehemaligen Casino der Familie Zane, einem kleinen Palast des späten 17. Jahrhunderts im Sestiere San Polo. Von dort aus erforscht, ediert, produziert und verbreitet das Centre de musique romantique française Musik aus der Zeitspanne zwischen Revolution und Erstem Weltkrieg – längst nicht nur in Venedig, sondern gemeinsam mit Opernhäusern, Orchestern und Festivals in halb Europa und darüber hinaus.
Die Saison 2026/27 bündelt diese Arbeit in zwei Zyklen, die auf den ersten Blick kaum weiter auseinanderliegen könnten. Der eine gilt Clémence de Grandval, einer Komponistin, deren Name selbst Kennern des 19. Jahrhunderts nicht unbedingt geläufig sein dürfte. Der andere nimmt Ludwig van Beethoven zum Ausgangspunkt. Zweihundert Jahre nach seinem Tod interessiert sich der Palazzetto allerdings weniger für einen weiteren Durchgang durch die Symphonien als für die Frage, was Paris noch hörte, als Europa Beethoven entdeckte.
Clémence de Grandval: eine komponierende Vicomtesse
Den Anfang macht im Herbst Clémence de Grandval. 1828 als Tochter einer wohlhabenden Adelsfamilie geboren, erhielt sie eine Ausbildung, von der viele komponierende Zeitgenossen nur träumen konnten. Friedrich von Flotow unterrichtete sie, später wurde Camille Saint-Saëns zum Lehrer, Freund und Fürsprecher. Grandval schrieb Lieder und Kammermusik, geistliche Werke, Orchesterstücke und eine ganze Reihe von Bühnenwerken. Gerade ihre komfortable gesellschaftliche Stellung stand der öffentlichen Anerkennung allerdings mitunter im Weg: Wer nicht vom Komponieren leben musste, ließ sich bequem in die Kategorie der talentierten Liebhaberin sortieren.
Der Palazzetto versucht gar nicht erst, daraus einen einzelnen spektakulären „Fund“ zu konstruieren. Der Zyklus „Clémence de Grandval, une vicomtesse à l’avant-garde“ ist als breites Porträt angelegt. Beim Festival in Venedig vom 3. bis 29. Oktober werden Grandvals Werke in jene französische Musikwelt zurückgesetzt, in der sie entstanden sind. Ihre Mélodies begegnen Gounod und Saint-Saëns, ihre Kammermusik Gabriel Pierné, Reynaldo Hahn, Augusta Holmès und Mel Bonis. Das Trio Pantoum kombiniert Grandvals zweites Klaviertrio mit Saint-Saëns; Raphaëlle Moreau und David Kadouch stellen ihre Musik in den Kontext des französischen Salons. So entsteht weniger eine Leistungsschau als ein musikalisches Koordinatensystem: Man hört nicht nur Grandval, sondern auch, wo sie in ihrer Zeit stand.
Der Schwerpunkt reicht weit über die venezianischen Konzerte hinaus. In Montreal kommen unter Keri-Lynn Wilson lyrische und orchestrale Stücke Grandvals neben Auber, Massenet, Tschaikowsky und Wagner aufs Programm, in Caen ihr Oboenkonzert. Am 4. Mai 2027 folgt im Berliner Konzerthaus „Les Fiancés de Rosa“. Die einaktige Opéra-comique wurde 1863 am Théâtre-Lyrique uraufgeführt und verschwand nach nur sieben Vorstellungen. In Berlin erhält sie nun eine konzertante zweite Chance.
Paris hört Beethoven
Im Frühjahr wechselt die Perspektive. „Paris à l’heure de Beethoven“ widmet sich zwar dem 200. Todestag Beethovens, interessiert sich aber mindestens ebenso sehr für François Devienne, Pierre Baillot, Hyacinthe Jadin, Nicolas Isouard, Daniel Steibelt, George Onslow oder Étienne-Nicolas Méhul. Die Frage lautet: Wie sah das Pariser Musikleben aus, während Beethoven dort allmählich vom fremden deutschen Komponisten zur unantastbaren Größe wurde?
Das venezianische Festival vom 3. April bis 13. Mai 2027 antwortet zunächst kammermusikalisch. Das Quatuor Cambini-Paris kombiniert Devienne, Auber, Baillot und Reicha, das Trio Helden Jadin, Beethoven und Boëly. Das Quatuor Dutilleux spielt Quintette von George Onslow; das Geister Duo widmet sich Klaviermusik für vier Hände von Beethoven, Ladurner und Onslow. Solche Programme funktionieren gerade deshalb, weil Beethoven nicht demonstrativ vom Sockel gestoßen werden muss. Er bleibt da – nur steht er plötzlich nicht mehr allein im Raum.
Im großen Format setzt sich dieses Prinzip fort. Thomas Hengelbrock koppelt am 21. Mai im Théâtre des Champs-Élysées Beethovens Sechste mit Méhuls erster Symphonie; Eva Zaïcik gibt dazu die Konzertarie „Ah! perfido!“. In Montreal steht Beethoven neben Sophie Gail, deren Opéra-comique „Les Deux Jaloux“ einst zu den französischen Erfolgsstücken gehörte.
Noch deutlicher wird der Blick auf Beethovens musikalische Umgebung bei zwei Opernproduktionen. Nicolas Isouards „Cendrillon“, 1810 an der Opéra-Comique herausgebracht und seinerzeit außerordentlich erfolgreich, wird in Montreal wiederaufgenommen. Daniel Steibelts 1793 in Paris uraufgeführter „Roméo et Juliette“ folgt am 9. Juni im Théâtre des Champs-Élysées mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset; Cyrille Dubois singt Roméo, Mélissa Petit Juliette.
Dass sich dabei auch das vertraute Beethovenbild etwas verschiebt, ist eher Ergebnis als Programmparole. Der Pariser Beethoven erscheint nicht isoliert als Import aus Wien, sondern in einem Musikleben, das eigene Virtuosen, Opernerfolge und ästhetische Debatten kannte.
Von Massenet bis Joncières
Die beiden Zyklen bilden allerdings nur das Gerüst der Saison. Daneben ist inzwischen fast ein zweiter europäischer Opernspielplan entstanden, auf dem der Palazzetto frühere Projekte weiterführt und vergessene Titel erneut in Umlauf bringt.
Massenets „Roma“, 1912 in Monte-Carlo uraufgeführt und die letzte seiner Opern, deren Premiere der Komponist noch erlebte, kehrt im September dorthin zurück und wird zwei Tage später auch am Théâtre des Champs-Élysées gespielt. Rachel Willis-Sørensen übernimmt die Fausta, Jean-François Borras den Lentulus; Diego Ceretta dirigiert. Gounods „Mireille“ erhält im Oktober eine szenische Produktion in Lausanne. Es folgen Louise Bertins „Fausto“ in Amsterdam, Reynaldo Hahns „La Carmélite“ in Budapest und Auguste Mermets Grand Opéra „Roland à Roncevaux“ in Saint-Étienne. Hinzu kommen Lecocqs „La Fille de Madame Angot“ in Lyon, Offenbachs „La Vie parisienne“ in Monte-Carlo und Donizettis französische „Lucie de Lammermoor“ im Elsass.
Auch Deutschland bekommt einen dieser Abzweige ab. Am 17. Januar 2027 bringen das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks Victorin de Joncières’ „Lancelot“ im Prinzregententheater konzertant heraus. Leo Hussain dirigiert, Julien Dran übernimmt die Titelpartie; außerdem sind unter anderem Jérôme Boutillier, Michèle Losier und Adriana González dabei. Joncières’ 1900 an der Pariser Oper uraufgeführtes Artus-Drama gehört zu jener französischen Wagner-Nachgeschichte, die außerhalb Frankreichs kaum präsent ist. Die Münchner Aufführung wird zugleich für die Bru-Zane-Reihe „Opéra français“ aufgenommen.
Damit ist ein Prinzip berührt, das sich durch die gesamte Arbeit des Hauses zieht: Produktionen stehen selten für sich. Eine Edition ermöglicht eine Aufführung, die Aufführung führt zur Aufnahme, ein früherer Schwerpunkt taucht Jahre später an einem anderen Ort wieder auf. Die Buch-CD-Reihe „Opéra français“ erreicht mit Cherubinis „Médée“ 2027 ihren fünfzigsten Band. Für Grandval entstehen neue Notenausgaben und eine Aufnahme ihrer Chor- und Orchestermusik; Steibelts „Roméo et Juliette“ und Isouards „Cendrillon“ werden editorisch neu zugänglich gemacht. Parallel erschließt der Palazzetto historische Musikzeitschriften digital und setzt seine wissenschaftlichen Kooperationen fort.
So wirkt das Programm 2026/27 trotz seiner Fülle erstaunlich geschlossen. Grandval wird nicht mit einem einzelnen Jubiläumskonzert abgehandelt, Beethoven nicht zum Anlass für den nächsten Beethoven-Zyklus genommen, und die lange Reihe der Operntitel ist mehr als eine Sammlung möglichst exotischer Namen. Der Palazzetto sucht Verbindungen: zwischen Werk und Umfeld, Forschung und Aufführung, Venedig und den vielen Bühnen, auf denen diese Musik schließlich landet. So wird aus einem kleinen Haus in San Polo eine Saison, die von Montreal über München und Budapest bis Paris reicht – und bei der Venedig vor allem der Ausgangspunkt ist.
Ausgerechnet nach Venedig führt die Reise, wenn man sich besonders intensiv mit französischer Romantik beschäftigen will. Seit 2009 residiert der Palazzetto Bru Zane im ehemaligen Casino der Familie Zane, einem kleinen Palast des späten 17. Jahrhunderts im Sestiere San Polo. Von dort aus erforscht, ediert, produziert und verbreitet das Centre de musique romantique française Musik aus der Zeitspanne zwischen Revolution und Erstem Weltkrieg – längst nicht nur in Venedig, sondern gemeinsam mit Opernhäusern, Orchestern und Festivals in halb Europa und darüber hinaus.
Die Saison 2026/27 bündelt diese Arbeit in zwei Zyklen, die auf den ersten Blick kaum weiter auseinanderliegen könnten. Der eine gilt Clémence de Grandval, einer Komponistin, deren Name selbst Kennern des 19. Jahrhunderts nicht unbedingt geläufig sein dürfte. Der andere nimmt Ludwig van Beethoven zum Ausgangspunkt. Zweihundert Jahre nach seinem Tod interessiert sich der Palazzetto allerdings weniger für einen weiteren Durchgang durch die Symphonien als für die Frage, was Paris noch hörte, als Europa Beethoven entdeckte.
Clémence de Grandval: eine komponierende Vicomtesse
Den Anfang macht im Herbst Clémence de Grandval. 1828 als Tochter einer wohlhabenden Adelsfamilie geboren, erhielt sie eine Ausbildung, von der viele komponierende Zeitgenossen nur träumen konnten. Friedrich von Flotow unterrichtete sie, später wurde Camille Saint-Saëns zum Lehrer, Freund und Fürsprecher. Grandval schrieb Lieder und Kammermusik, geistliche Werke, Orchesterstücke und eine ganze Reihe von Bühnenwerken. Gerade ihre komfortable gesellschaftliche Stellung stand der öffentlichen Anerkennung allerdings mitunter im Weg: Wer nicht vom Komponieren leben musste, ließ sich bequem in die Kategorie der talentierten Liebhaberin sortieren.
Der Palazzetto versucht gar nicht erst, daraus einen einzelnen spektakulären „Fund“ zu konstruieren. Der Zyklus „Clémence de Grandval, une vicomtesse à l’avant-garde“ ist als breites Porträt angelegt. Beim Festival in Venedig vom 3. bis 29. Oktober werden Grandvals Werke in jene französische Musikwelt zurückgesetzt, in der sie entstanden sind. Ihre Mélodies begegnen Gounod und Saint-Saëns, ihre Kammermusik Gabriel Pierné, Reynaldo Hahn, Augusta Holmès und Mel Bonis. Das Trio Pantoum kombiniert Grandvals zweites Klaviertrio mit Saint-Saëns; Raphaëlle Moreau und David Kadouch stellen ihre Musik in den Kontext des französischen Salons. So entsteht weniger eine Leistungsschau als ein musikalisches Koordinatensystem: Man hört nicht nur Grandval, sondern auch, wo sie in ihrer Zeit stand.
Der Schwerpunkt reicht weit über die venezianischen Konzerte hinaus. In Montreal kommen unter Keri-Lynn Wilson lyrische und orchestrale Stücke Grandvals neben Auber, Massenet, Tschaikowsky und Wagner aufs Programm, in Caen ihr Oboenkonzert. Am 4. Mai 2027 folgt im Berliner Konzerthaus „Les Fiancés de Rosa“. Die einaktige Opéra-comique wurde 1863 am Théâtre-Lyrique uraufgeführt und verschwand nach nur sieben Vorstellungen. In Berlin erhält sie nun eine konzertante zweite Chance.
Paris hört Beethoven
Im Frühjahr wechselt die Perspektive. „Paris à l’heure de Beethoven“ widmet sich zwar dem 200. Todestag Beethovens, interessiert sich aber mindestens ebenso sehr für François Devienne, Pierre Baillot, Hyacinthe Jadin, Nicolas Isouard, Daniel Steibelt, George Onslow oder Étienne-Nicolas Méhul. Die Frage lautet: Wie sah das Pariser Musikleben aus, während Beethoven dort allmählich vom fremden deutschen Komponisten zur unantastbaren Größe wurde?
Das venezianische Festival vom 3. April bis 13. Mai 2027 antwortet zunächst kammermusikalisch. Das Quatuor Cambini-Paris kombiniert Devienne, Auber, Baillot und Reicha, das Trio Helden Jadin, Beethoven und Boëly. Das Quatuor Dutilleux spielt Quintette von George Onslow; das Geister Duo widmet sich Klaviermusik für vier Hände von Beethoven, Ladurner und Onslow. Solche Programme funktionieren gerade deshalb, weil Beethoven nicht demonstrativ vom Sockel gestoßen werden muss. Er bleibt da – nur steht er plötzlich nicht mehr allein im Raum.
Im großen Format setzt sich dieses Prinzip fort. Thomas Hengelbrock koppelt am 21. Mai im Théâtre des Champs-Élysées Beethovens Sechste mit Méhuls erster Symphonie; Eva Zaïcik gibt dazu die Konzertarie „Ah! perfido!“. In Montreal steht Beethoven neben Sophie Gail, deren Opéra-comique „Les Deux Jaloux“ einst zu den französischen Erfolgsstücken gehörte.
Noch deutlicher wird der Blick auf Beethovens musikalische Umgebung bei zwei Opernproduktionen. Nicolas Isouards „Cendrillon“, 1810 an der Opéra-Comique herausgebracht und seinerzeit außerordentlich erfolgreich, wird in Montreal wiederaufgenommen. Daniel Steibelts 1793 in Paris uraufgeführter „Roméo et Juliette“ folgt am 9. Juni im Théâtre des Champs-Élysées mit Les Talens Lyriques unter Christophe Rousset; Cyrille Dubois singt Roméo, Mélissa Petit Juliette.
Dass sich dabei auch das vertraute Beethovenbild etwas verschiebt, ist eher Ergebnis als Programmparole. Der Pariser Beethoven erscheint nicht isoliert als Import aus Wien, sondern in einem Musikleben, das eigene Virtuosen, Opernerfolge und ästhetische Debatten kannte.
Von Massenet bis Joncières
Die beiden Zyklen bilden allerdings nur das Gerüst der Saison. Daneben ist inzwischen fast ein zweiter europäischer Opernspielplan entstanden, auf dem der Palazzetto frühere Projekte weiterführt und vergessene Titel erneut in Umlauf bringt.
Massenets „Roma“, 1912 in Monte-Carlo uraufgeführt und die letzte seiner Opern, deren Premiere der Komponist noch erlebte, kehrt im September dorthin zurück und wird zwei Tage später auch am Théâtre des Champs-Élysées gespielt. Rachel Willis-Sørensen übernimmt die Fausta, Jean-François Borras den Lentulus; Diego Ceretta dirigiert. Gounods „Mireille“ erhält im Oktober eine szenische Produktion in Lausanne. Es folgen Louise Bertins „Fausto“ in Amsterdam, Reynaldo Hahns „La Carmélite“ in Budapest und Auguste Mermets Grand Opéra „Roland à Roncevaux“ in Saint-Étienne. Hinzu kommen Lecocqs „La Fille de Madame Angot“ in Lyon, Offenbachs „La Vie parisienne“ in Monte-Carlo und Donizettis französische „Lucie de Lammermoor“ im Elsass.
Auch Deutschland bekommt einen dieser Abzweige ab. Am 17. Januar 2027 bringen das Münchner Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks Victorin de Joncières’ „Lancelot“ im Prinzregententheater konzertant heraus. Leo Hussain dirigiert, Julien Dran übernimmt die Titelpartie; außerdem sind unter anderem Jérôme Boutillier, Michèle Losier und Adriana González dabei. Joncières’ 1900 an der Pariser Oper uraufgeführtes Artus-Drama gehört zu jener französischen Wagner-Nachgeschichte, die außerhalb Frankreichs kaum präsent ist. Die Münchner Aufführung wird zugleich für die Bru-Zane-Reihe „Opéra français“ aufgenommen.
Damit ist ein Prinzip berührt, das sich durch die gesamte Arbeit des Hauses zieht: Produktionen stehen selten für sich. Eine Edition ermöglicht eine Aufführung, die Aufführung führt zur Aufnahme, ein früherer Schwerpunkt taucht Jahre später an einem anderen Ort wieder auf. Die Buch-CD-Reihe „Opéra français“ erreicht mit Cherubinis „Médée“ 2027 ihren fünfzigsten Band. Für Grandval entstehen neue Notenausgaben und eine Aufnahme ihrer Chor- und Orchestermusik; Steibelts „Roméo et Juliette“ und Isouards „Cendrillon“ werden editorisch neu zugänglich gemacht. Parallel erschließt der Palazzetto historische Musikzeitschriften digital und setzt seine wissenschaftlichen Kooperationen fort.
So wirkt das Programm 2026/27 trotz seiner Fülle erstaunlich geschlossen. Grandval wird nicht mit einem einzelnen Jubiläumskonzert abgehandelt, Beethoven nicht zum Anlass für den nächsten Beethoven-Zyklus genommen, und die lange Reihe der Operntitel ist mehr als eine Sammlung möglichst exotischer Namen. Der Palazzetto sucht Verbindungen: zwischen Werk und Umfeld, Forschung und Aufführung, Venedig und den vielen Bühnen, auf denen diese Musik schließlich landet. So wird aus einem kleinen Haus in San Polo eine Saison, die von Montreal über München und Budapest bis Paris reicht – und bei der Venedig vor allem der Ausgangspunkt ist.



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