Seit 53 Jahren leitet Frieder Bernius den Kammerchor Stuttgart, eines der weltweit besten Ensembles seiner Art. Nach seiner Gesamtaufnahme der Werke von Felix Mendelssohn hat er jetzt nochmals dessen „Te Deum“ und „Hora est“ aufgenommen.
Man hat ihn mit Vergil, Leonardo da Vinci und Michelangelo verglichen, heute wird er gerne als „Beethoven der Renaissance“ bezeichnet. In diesem Jahr jährt sich der Todestag von Josquin Desprez zum 500. Mal. Anlass für einen Blick auf einen der spannendsten Komponisten der frühen Neuzeit.
Als letzter Schüler Joseph Haydns prägte Sigismund von Neukomm das Musikleben bis weit ins 19. Jahrhunderts hinein: als Komponist, Pianist und Diplomat auf drei Kontinenten.
Igor Strawinsky 50 Jahre nach seinem Tod – Resumé und Überblick über neue Werkschauen.
Die luxemburgische Pianistin Sabine Weyer hat ein ungewöhnliches französisch-russisches Album veröffentlicht. Es sei ein Spiegel ihrer eigenen künstlerischen Entwicklung, sagt sie…
Zum Tode von James Levine
Das noch junge franz ensemble sprüht vor Unternehmungsgeist. Die ungewöhnliche Besetzung kann sich in Corona-Zeiten als Vorteil erweisen.
Am 11. März 2021 wäre er 100 Jahre alt geworden: Astor Piazzolla, der Italo-Argentinier, der mit einem kleinen, unspektakulären Instrument eine neue Melange aus Volksmusik, Jazz und Klassik entwickelte.
Er hat sein Instrument, die Oboe, so populär gemacht wie keiner vor ihm. Nach 29 Jahren als erster Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker legt Albrecht Mayer jetzt sein erstes reines Mozart-Album vor. Mit ungewöhnlichen Arrangements – auch von Konzertarien.
Francesco Piemontesi ist ein besonnener Interpret, der nicht nur die Kunst der Nuancierung kultiviert, sondern auch Erfahrungen aus stilistisch gegensätzlichen Zonen künstlerisch zu vereinen versteht.
Später wird man von dem Jungen mit dem wilden, dunklen Haar sagen: Josef Hassid hätte einer der besten Geiger aller Zeiten werden können. Doch er bekommt keine Gelegenheit dazu. Elf Monate nach seinem Debüt setzt Schizophrenie seiner Karriere ein jähes Ende.
Das Quatuor Modigliani ist seit 20 Jahren eine feste Größe im Konzertleben. Ebenso wie der namensgebende Maler Amedeo Modigliani strebt man auch als Quartett Unverwechselbarkeit an. Mit dem Primarius Amaury Coeytaux sprachen wir über Franz Schubert, französischen Streicherklang und das Atemholen im Lockdown.
Lange galt Dino Saluzzi in seiner argentischen Heimat als seltsamer Vogel, dessen eigenwillige Klangkunst niemand so recht einordnen konnte. Seine Weltkarriere begann 1983 mit dem Soloalbum „Kultrum“. Jetzt präsentiert der 85-jährige Bandoneonista mit „Albores“ ein neues Meisterwerk im Alleingang.
Für seine Interpretation der Streichquartette von Franz Schubert lässt sich das Signum Quartett von seinen Liedern inspirieren.
Das Klavierduo Genova & Dimitrov feiert Silberjubiläum. Es besteht seit 25 Jahren und zählt längst zu den erfolgreichsten Formationen dieser doch eher speziellen Art des Musizierens. Sie erzählen über den Wandel ihrer Disziplin und über eine Komponistin, die sie gerade neu entdeckt haben.
Er spielte Bebop und Swing, Free Jazz und Fusion, klassische Musik und zeitgenössische Avantgarde. Mit seinem faszinierend geschmeidigen Ton zählt der ungarische Klarinettist Lajos Dudas heute zu den bedeutendsten Vertretern seines Instruments weltweit. Am 18. Februar wird der vielseitige Musiker 80 Jahre alt.
Die Jazzpianistin Johanna Summer hat mit ihrem „Schumann Kaleidoskop“ die Jazzwelt aufgerüttelt. Statt auf amerikanischen Standards oder eigenen Stücken basieren ihre Improvisationen auf Schumanns „Kinderszenen“ und Werken aus dessen „Album für die Jugend“. Im letzten Jahr hat sie viel Lob für diese innovative Aufnahme bekommen. Jetzt erscheint auch die Vinylversion.
Warum der kolumbianische Barockcellist Nestór Fabián Cortés Garzón in Deutschland die Ensembles Los Temperamentos und Bremer Barockorchester gründete.
Beim Parfenov Duo gibt es keinen Solisten und keinen Begleiter, gleichberechtig ist man auf der Spur nach dem Überraschenden in der Musik. Mit seinem neuen Liszt-Album hat das Duo nun seine musikalischen Grenzen neu ausgelotet.
Die Orgel ist das „Instrument des Jahres“. Cameron Carpenter, der wohl berühmteste und umstrittenste Orgelvirtuose unserer Zeit, findet: 2021 soll das Jahr der Organisten sein. Weil das Instrument selbst „keine eigene Identität“ hat.
Auf ihrem neuen Album widmet sich Sonya Yoncheva dem Barock-Repertoire, begleitet wird die bulgarische Sopranistin von nur wenigen Musikern.
Zum Tode von Ivry Gitlis
Zu Beginn der 1950er-Jahre entwickelte der Wiener Saxofonist Hans Koller eine eigenständige Konzeption, die ihn von stilprägenden amerikanischen Musikern unterschied. Mit coolen melodischen Improvisationen schuf er einen individuellen musikalischen Kosmos. Jetzt wäre er 100 Jahre alt geworden.
Aufgewachsen unter der südlichen Sonne Spaniens machte sich er junge Cellist Pablo Ferrández auf, um mit dem Cello die Welt zu erobern. In seinem Debüt-Album „Reflections“ sieht der frischgebackene Sony-Exklusivkünstler eine Art Selbstporträt.